30.09.2016, 14:56 Uhr

ZIRKUS DES GRAUENS ON TOUR . . . Wie viel Grausamkeit brauchen wir noch??

Meine Zirkuswelt ist eine andere . . . wie hier im therapeutischen Kontext . . . einer psychosomatischen Klinik . . .
Angesichts der unzähligen Tragödien, Katastrophen, Kriege, Vergewaltigungen, Missbräuchen und vieles andere mehr, wird der Zirkus des Grauens zusätzlich auch in der Sonnenstadt Lienz seine Show anbieten . . . das Grauenhafte und Schreckliche wird sensationell verpackt, das verspricht auf jeden Fall der Veranstalter, es soll unter die Haut gehen, es soll das ersetzen, was das normale und einfältige Leben nicht auf die Beine stellen kann . . .

Könnte es sein, dass wir eventuell den Verstand verloren haben, mit uns nichts mehr anzufangen wissen . . . könnte es sein, dass wir die Gräueltaten des Lebens missverstanden haben, dass wir die Kriege und Vergewaltigungen als etwas Normales sehen, dass 50.000 Kinder allein in Syrien ihr Leben gelassen haben?? Angesichts all dieser Befindlichkeiten sind zusätzliche Beiträge eines "Zirkus des Grauens on Tour" eine provokative Steigerung, ein Affront gegen die Menschlichkeit, gegen das Friedfertige, gegen die Sinnhaftigkeit, gegen die Würde von vielen Menschen, die im Mittelmeer als Flüchtlinge ihr Leben verloren haben . . .

Die Sensationen haben wir jeden Tag um die Ohren! Jeden Tag werden neue und aufdringliche Gräueltaten in den Medien aufdringlich Szene gesetzt, wird sich das Destruktive dieser Welt verströmen und ausbreiten . . . wer aus diesen Tatsachen indirekt und zusätzliche eine Show konzipiert, hat das Leben scheinbar nicht verstanden, nicht kapiert, dass man andere Dinge braucht, Dinge, die das Leben unterstützen, es bereichern, es gehaltvoller macht . . . lassen wir denjenigen den Zirkus, die das Fach studiert, angereichert und ideenreich ausgeschmückt haben mit wertvoller Poesie, mit Musik, Theater, einer zärtlichen Performance, einem Verständnis, dass die Schrecklichkeiten dieser Welt relativiert, es verwandelt in Zärtlichkeit, in Liebe, in Träume . . . in gesunde Fantasiewelten . . .

Wer diesen Quatsch sich reinzieht, muss den roten Faden im Leben verloren haben . . . ich schäme mich unendlich . . . ich bin entsetzt . . . ich muss die Kinder vor diesen Werbeplakaten in der Öffentlichkeit schützen!!!
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Eva Klingler aus Kufstein | 30.09.2016 | 20:35   Melden
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Jürgen-Ferdinand Schohr, MA/MD, Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut, Störenfried und Clown aus Osttirol | 01.10.2016 | 10:52   Melden
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Eva Klingler aus Kufstein | 02.10.2016 | 11:23   Melden
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Jürgen-Ferdinand Schohr, MA/MD, Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut, Störenfried und Clown aus Osttirol | 02.10.2016 | 18:48   Melden
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