10.10.2014, 22:08 Uhr

"Alle Hebel in Bewegung setzen"

Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Parteikollege Siegfried Schatz setzen sich trotz schlechter Aussichten für den Erhalten der Jägerkompanie in Lienz ein.
LIENZ (ebn). Die Schließung der Franz-Joseph Kaserne in Lienz ist beschlossene Sache (wir berichteten). Nichts desto trotz setzen sich Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und ihr Parteikollege und Personalvertreter der Lienzer Soldaten Siegfried Schatz dafür ein, die Pläne doch noch zu ändern. Dabei geht es nicht um das Gebäude an sich, sondern um die Mannschaft die durch die Kürzungen halbiert wird.

"Neben den gut 100 Rekruten sind 62 Kadersoldaten betroffen. Darunter 7 Bergführer, 11 Bergführergehilfen und neun Hochalpinisten. Im vergangenen Winter waren alle Soldaten in Osttirol gefordert. Die Verringerung der Mannschaftsstärke würde dementsprechende Auswirkungen auf einen eventuellen Notfalleinsatz haben", weiß Schatz.

Das Jägerbataillon 24 besteht aus drei Kompanien. Zwei sind in St. Johann stationiert, eines in Lienz. Durch die Auflösung des Lienzer Kontingents wird die Franz Joseph Kaserne nicht mehr gebraucht und kann veräußert werden. Ein schlechtes Konzept findet Schatz: "Die Betriebskosten der Kaserne belaufen sich auf rund 75.000 Euro im Jahr. Die Gehälter werden nicht eingespart, da die Soldaten ja weiter beschäftigt werden".

Für Bürgermeisterin Blanik sind die Hintergründe der Schließung klar. "Landeck zu erhalten und in Lienz eine Kaserne zu schließen war ein politischer Deal von Landeshauptmann Günther Platter. Wir werden jedenfalls im Landtag und im Nationalrat Anträge einbringen, die bewirken sollen, dass bei solchen Entscheidungen künftig auch die lokalen Auswirkungen miteinbezogen werden. Auch wenn es mehr als schwierig ist, die Mannschaftsstärke in Lienz zu erhalten, wir werden alle Hebel in Bewegung setzen", so Blanik.
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