18.11.2016, 16:23 Uhr

Bauernvertretern platzt der Kragen

Martin Mayerl ist erzürt über die Forderungen von Elisabeth Blanik

Bezirksbauernobmann Martin Mayerl und LAbg. Hermann Kuenz sind erbost über den Vorschlag die Bezirkslandwirtschaftskammern die Landesgelder zu verweigern.

OSTTIROL (red). „Ich habe die Rundumschläge von Elisabeth Blanik gegen die bäuerlichen Familien satt. Wo sind denn die so oft zitierten superreichen Bauern, die auf Kosten aller anderen leben? Wo sind die schwerverdienenden Agrar-Oligarchen, die in jeder Debatte von SPÖ und Liste Fritz zitiert werden? Elisabeth Blanik fällt nichts Besseres ein, als immer und immer wieder auf unsere Bauern einzudreschen und mit ihren rufschädigenden Falschaussagen durchs Land zu tingeln. Irgendwann ist das Maß endgültig voll“, erklärt Bezirksbauernbundobmann Martin Mayerl sichtlich erbost. Grund für seinen Zorn ist die Forderung von Elisabeth Blanik, das Land Tirol solle die Unterstützung der Landwirtschaftskammern einstellen. Dieser Forderung liegt ein Bericht des Landesrechnungshofes (LRH) zugrunde, aus dem hervorgeht, dass 72 der 160 Dienstnehmer in der Bauernkammer vom Land Tirol bezahlt werden. Der LK-Tirol werden jährlich rund 6,5 Millionen Euro zur Abdeckung von Personalkosten, Spesen und Pensionszahlungen überwiesen. Argumentiert werden die Ausgaben damit, da die Kammer auch Landesaufgaben erledige.

"Der Rechnungshofbericht attestiert der Landwirtschaftskammer Tirol und deren MitarbeiterInnen eine exzellente Arbeit und empfiehlt Nachschärfungen in einigen Punkten, die bereits in Arbeit sind“, so Hermann Kuenz, der in der Bezirkslandwirtschaftskammer Lienz eine unverzichtbare Einrichtung für Osttirols Bauern sieht.

Eine dieser Nachschärfungen betrifft beispielsweise die Reisespesen. Im
Jahr 2015 lagen die durchschnittlichen jährlichen Reisespesen für die vom Land Tirol bezahlten 72 Dienstposten bei rund 2.860 Euro. Der LRH hat als Vergleich dazu für das Jahr 2015 die durchschnittlichen Reisespesen der Bediensteten der Bezirkshauptmannschaften, die tendenziell häufig Dienstreisen tätigen, mit rund 520 Euro pro Dienstposten ermittelt. Der LRH stellte weiter fest, dass die LK Tirol den tatsächlichen Ressourceneinsatz zur Erledigung der vom Land Tirol übertragenen Aufgaben nicht erfasst und dokumentiert hat. Damit fehle eine nachvollziehbare sachliche Grundlage zur Bemessung der anfallenden Kosten.

„So lange wir in Tirol etwas zu sagen haben, garantieren wir die Einhaltung der Verträge und die gesicherte Finanzierung der Landwirtschaftskammer“, erklären die Bauernvertreter Mayerl und Kuenz unisono.
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