28.08.2016, 13:02 Uhr

Das miese Spiel zwischen Krieg und Frieden . . . meine kontroverse Auffassung . . .

Etwa 300 Kriege forderten im 20. Jahrhundert nahezu 210 Millionen kriegsbedingte Tote. In den meisten Kriegen kann man davon ausgehen, dass 90 % aller Todesopfer Zivilisten sind. Durch Kriege sterben nicht nur Menschen, es werden auch Häuser, Infrastruktur, Industrie und Landwirtschaft zerstört . . . somit immer wieder auch Flüchtlinge erzeugt und darüber hinaus entsetzliches psychisches Leid und soziales Elend erzeugt . . . im Erzeugen dieser hier angedeuteten Ereignisse können wir uns als Weltmeister und Olympiasieger betrachten . . . was den Hunger und die Armut bedeutet, dass verdrängen wir geschickt . . . man stelle sich vor, all die Kriegsmittel in eine humane Welt zu stecken, das wäre die Lösung, aber diese Lösung findet keine Anhängerschaften, weil das Herstellen und Produzieren der Waffen beinhaltet Gewinne in Hülle und Fülle, in diesem Sektor werden weltweit die größten Umsätze erzeugt . . .

Die Menschheit, wäre, vorausgesetzt sie hätte auch das geforderte Bildungsniveau, eine zufriedene und glückliche Gesellschaft . . . sie wäre rundum zufrieden, hätte alle Zeit der Welt, an einer weiteren gesellschaftlichen Entwicklung sich zu beteiligen, die allen dient, die alle einschließlich mit-ein-beziehen könnte . . . es wäre ein Klacks, auch das Thema mit den Flüchtlingen zu beenden . . . zur Zeit ist die Zeit nicht reif für solche Vorstellungen und Ansichten . . . wir brauchen Flüchtlinge, um uns zu erheben, um uns besser zu fühlen, um andere zu erniedrigen und auszugrenzen . . . darin sind und werden wir immer wieder nachhaltig geschult und ausgebildet . . .

Ca. 50.000 Kinder sterben täglich, die meisten an Hunger und Durst, an Krankheiten, die man mit wenigen Aufwand aus der Welt schaffen könnte . . . auch hier verweigern wir uns, lehnen uns gemütlich zurück und denken lieber daran, wie wir unseren Urlaub gestalten und verbringen wollen . . .

Dringend sind vermehrt Anstrengungen aufzubringen, wie wir eine bessere Welt schaffen können, sie vor allem menschenwürdig auszustatten, dazu bedarf es einer konzertierten Aktion, wir brauchen keine billigen Lippen-Bekenntnisse, keine Beteuerungen, kein Geschwafel, es braucht Taten und Handlungsvollzüge, die sich am Gemeinwohl aller ausrichten . . .

Krieg und Frieden ist ein Ansatz menschlichen Handelns, ein immer-währender Gegenstand der Wissenschaften von Psychologie, Soziologie, Ethnologie u. a. . . . es darf kein reduktionistisches Getöse werden, denn diese Erfahrungen haben in der Summe noch nie etwas gebracht . . . Forschungsmethoden und Designs gibt es überall, die Ergebnisse sind nicht alle veröffentlicht, die vorhandenen Analysen würden uns die Augen öffnen, vielleicht auch das Gehör, vor allem aber die Gehirnfunktionen anreichern . . . es ist die Angst vor der Wahrheit, vor den Wahrheiten überhaupt, wer will sie schon wissen, wer möchte der Wahrheit begegnen?? . . . Ich fordere an dieser Stelle mehr Einsatz in der aktiven Friedensarbeit, mehr Initiativen auf Länderebenen, mehr Treffen der Forscher und Verantwortlichen, mehr Schulung der Politiker . . . Friedensarbeit gehört schon in den Kindergarten und in die Grundschule, und muss ein Übungsfeld für das ganze Leben bleiben, für alle verbindlich . . .

Ob nun die Makro- oder Mikro-Analyse im Vordergrund steht, ist zweitrangig, die Problemstellungen bestimmen die Methodenvielfalt und deren konkrete Umsetzung . . . Lösungen finden sich immer, sie sind dynamisch und lassen sich auf alle Bereiche einer lebendigen Friedensarbeit modifizieren . . .

Ich bin sehr gespannt, ob wir den Frieden als Aufgabe auf der aktuellen Agenda haben, ich bin auch gespannt, ob wir als Menschen uns bemühen werden an diesem Gestalt-Prozess mitzuarbeiten . . . die Welt hätte es verdient, die Welt wäre um einige Passagen besser zu ertragen . . . die Welt und ihre Bewohner könnten auf viele Dinge urplötzlich verzichten, müssten nicht ständig neu und trickreich kompensieren, die Angst würde sich auf ein Minimum reduzieren, die als Schutzfunktion einmal in die Welt kam . . . unsere derzeitige Angst ist künstlich, sie wird Tag und Nacht geschürt und mit neuen Ideen gefüttert . . . mit der Angst lässt man die Hosen und Hüllen fallen, mit der Angst wird immer wieder das große Geschäft gemacht . . . schaffen wir endlich die Bedingungen für eine friedvolle Welt, daran müssen sich alle beteiligen!!!
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Eva Klingler aus Kufstein | 30.08.2016 | 22:25   Melden
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Eva Klingler aus Kufstein | 30.08.2016 | 22:25   Melden
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Jürgen-Ferdinand Schohr, MA/MD, Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut, Störenfried und Clown aus Osttirol | 31.08.2016 | 09:56   Melden
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