13.11.2016, 08:21 Uhr

DAS REIN MENSCHLICHE RISKIEREN - IN VERRÜCKTEN ZEITEN . . .

BEI MIR SPIELT DAS LEBEN!
Es ist eine Grundlage meines Lebens: man muss etwas tun, ohne lange zu überlegen, ohne weitere Fragen zu stellen, ob das überhaupt geht, ob andere auch diesen Weg gehen könnten . . . Menschen, die nur so vor sich hinvegetieren, alles über sich ergehen lassen, sich kaum rühren und sich etwa einbringen, sind für mich große Langweiler . . . und Langweiler sollten sich dringend auf den Weg machen, ihr Leben zu überdenken, es wieder selbst in die Hand zu nehmen, sich zu engagieren, den Mut zu fassen, sich beherzt in Diskussionen und Debatten einzumischen, die das unmittelbare Leben betreffen . . .

Man muss mehr riskieren! Ich bin ausschließlich für mehr Menschlichkeit ohne Kompromisse. Der geistige Stillstand bewirkt Müdigkeit, Phlegma, Desinteresse . . . üben wir jeden Tag wieder den aufrechten Gang auch sich selbst gegenüber, ich mache verschiedene Übungen, bringe das Leben zum Licht, verweile in verschiedenen Stadien der spontanen Herausforderungen . . . ich verknüpfe Körper, Geist und Seele in alle Bereiche meiner menschlichen Existenz, suche nach Modellen, die genau zu mir und meiner Persönlichkeit passen . . . egal, ob ich zeichne, male, mit der Fotokamera nach Motiven für meine Bildmeditationen schaue, Texte schreibe, Briefe an Bekannte und ausgewählte Freunde schreibe . . . es lohnt sich . . . jeder Tag ist für mich ein wunderbares Erlebnis, bringt die Seele zum Schwingen . . . worauf es ankommt, dass habe ich schon lange in verschiedenen Experimenten heraus gefunden, im Praxisalltag hinterfragt, und weiß, wofür es sich lohnt zu leben . . .

Ich könnte mich mit vielen Randbemerkungen aufhalten, davon gibt es unzählige, die ich aber trotzdem verwerte bei der wöchentlichen Seelenschau, meiner persönlichen Ich-Zeit, die mir hilft, Bilanz zu ziehen, den Status-quo zu erheben . . . das Justieren der eigenen Möglichkeiten ist ein erfrischender Vorgang . . . löst immer wieder Neugier auf sich selbst aus . . . so entdecke ich mich immer wieder anders, es passt zum Weltkonzept: das Leben ist ein Prozess . . .

Das Leben selbst nehme ich nicht mehr ernst, dafür gibt es verschiedene Erfahrungen und Gründe, die Schiffbrüche, die Enttäuschungen, die täglichen Erscheinungsbilder einer durchgeknallten und saturierten Gesellschaft, die mir auf den Geist geht, die sich am Konsum orientiert, alles braucht und haben muss, ohne einen einzigen Schritt weiter zu kommen . . . wie wäre es mit mehr Bescheidenheit??

Radikal denken und auch handeln, erfordert eine große Disziplin, einen Spielraum, eine offene Denkungsweise aus Philosophie, Soziologie, Ontologie, Psychologie . . . aus dem großen Fundus an Literatur, die es erlaubt, zu wachsen, sich zu strecken, sich zu bewegen . . . mir hat das geholfen, als ich endlich auf der Ebene des Störenfrieds angekommen war, befreit von dem Korsett überfrachteter Dogmen und Weltanschauungen . . . wer sind wir schon??? Im Grunde sind wir alle nichts, gar nichts, angesichts der gigantischen Schöpfung, mit der wir schlecht umgehen, die wir sukzessive kaputt machen, ohne auch nur mal inne zu halten . . . die Klimagipfel sind billige Lippenbekenntnisse und auch faule Kompromisse . . . es wird gelogen, dass sich die Balken biegen . . . das Schauspiel ist schlecht, die Protagonisten sind noch schlechter als schlecht, sie sind grottenschlecht, das es einem übel werden könnte . . .

Was sich im Vorfeld bei der sich wiederholenden Bundespräsidentenwahl am 4. Dezember in Österreich abspielt, ist beschämend, ist kaum zu überbieten!! . . . die unzähligen Stimmen verschiedener Wasserträger bestimmter Parteien haben an Substanz verloren, sind kaum geeignet, Licht ins Dunkel zu bringen oder etwa Hoffnungen zu schüren . . . wenn ein Norbert Hofer sich als Retter der Nation in Szene setzt, ist das lächerlich, ist das der Größenwahn, wenn er den Putin und den Trump zusammenführen will, ist das ein Zeichen für Nichtwissen, für Überschätzung, für Omnipotenz oder was auch immer . . . Norbert Hofer dreht durch, er riecht das Amt seiner Begierde, will es wissen, will es allen zeigen, wie er es anstellen wird, wenn der Tag gekommen ist . . . er wird zuallererst alle einladen, die sich auf dem Feld des braunen Gedankengutes bewegen, dann wird es eine Ausrichtung geben, die uns das Fürchten lehren . . . Norbert Hofer braucht kein Mensch, braucht nicht Österreich und auch nicht Europa . . . sein Grinsen auf allen Wahlplakaten ist schon dämonisch gefärbt, das Teuflische erkennbar . . . das Christliche wurde nur zum Zwecke einer geschickten Strategie verwendet . . . genauso sind sie alle, die sich im Polit-Zirkus bewegen, die es wissen wollen, die Gier nach der Macht ist der Motor des Antriebs . . . die Wege aus der Gefahr zu beseitigen, das liegt den Freiheitlichen nicht, das ist nicht ihr Ding, sie sind wie gehabt eben nur billige Populisten, und das Bild, das sie abliefern, ist auch noch schlecht bis ganz schlecht, kaum auf den Punkt zu bringen . . . es ist ein einziges Geblöke, die man bei Schafen auch erfahren kann, vielleicht gibt es da Zusammenhänge???

In einer erfrischenden Demokratie müssen sich alle beteiligen, das wird häufig vergessen, aber man sollte sich das wieder einmal ins Gedächtnis rufen . . . ein Ausruhen gibt es nicht . . . Vertrauen ist aber Kontrolle ist besser, dieser Satz von Lenin hat auch heute noch seine Bedeutung, auch wenn er aus einem anderen Kontext stammt . . .

Wir alle haben keine große Auswahl, müssen mit dem fertig werden, was es gibt, was sich abzeichnet, aber mehr Einmischung sollte doch möglich sein, das hat noch keinem geschadet, ist auch geeignet, den Zusammenhang zu verstehen, weil sich Mechanismen einschleichen, die geschickt die Wahrheiten verdecken, die wir so dringend brauchen, um uns auch adäquat einzubringen . . . das Einbringen ist die Vorgabe, das Einmischen die Steigerung, das Intervenieren schon ein konkreter Vorgang . . .

Schaffen wir endlich die Resignation ab, das Jammern im großen Stil, das Lamentieren über Gott und die Welt . . . bringen wir uns selbst wieder in Schwung, lesen wir auch die Bücher und Lektüren, die uns weiterbringen, die uns helfen, den Stillstand zu überwinden . . . im Grunde haben wir einen politischen Leerlauf, der sich nur dem Einfältigen widmet, das Nachdenken hat aufgehört, die politische Kultur schon ein Unwort . . .

Das politische Leben muss ein anderes werden . . . alles unterliegt den Prozessen einer schnell-lebigen Zeit, die sich selbst überholt, ohne das Nachreifung stattfinden kann und muss . . . politische Bildung muss schon in die Kitas, in die Grundschulen, zumindest muss man den Kindern ein Gespür dafür vermitteln . . . viele Eltern verweigern sich, wollen hier nicht ihrem Erziehungs-Auftrag gerecht werden, sie verlassen sich bequem auf andere, die es aber leider auch nicht können . . .

Das rein Menschliche riskieren ist für mich ein MUSS - gerade in verrückten Zeiten muss das RISIKO auch in die Arbeit mit einbezogen werden . . . lernen wir wieder unser Leben selbst in die Hand zu nehmen, warten wir nicht, ob uns die Politik versteht, denn die versteht sich selbst nicht mehr, ist ausschließlich mit sich selbst beschäftigt . . .

Denk- und Handlungsfreiheit müssen wieder auf die Agenda, Politik ist für alle da, das sollte uns bestärken, und endlich dazu bewegen, es in die eigene Hand zu nehmen . . . wenn nicht jetzt, wann dann??? Nicht mehr warten und hinschauen - sondern selbst aktiv werden!!! Ich bin dabei!!!
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Monika Pröll aus Rohrbach | 13.11.2016 | 13:08   Melden
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Jürgen-Ferdinand Schohr, MA/MD, Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut, Störenfried und Clown aus Osttirol | 14.11.2016 | 10:13   Melden
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Monika Pröll aus Rohrbach | 14.11.2016 | 13:17   Melden
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Jürgen-Ferdinand Schohr, MA/MD, Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut, Störenfried und Clown aus Osttirol | 14.11.2016 | 17:21   Melden
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