24.10.2016, 12:31 Uhr

NATIONALFEIERTAG IN ÖSTERREICH - GEFÜHLE UND SPONTANE ANMERKUNGEN

Das Leben ist das Leben . . . so oder so . . .
Die moderne Welt wird sich als eine Zeit erweisen, in der die Wünsche durch ihr Wahrwerden das Fürchten lehren . . . ich habe angesichts des kommenden Nationalfeiertags mehr als nur gemischte Gefühle . . . der 26. Oktober ist nicht nur ein Ereignis der geistigen und politischen Befreiung, der immer wiederkehrenden Leistungsschau eines widersprüchlichen Bundesheeres, dass Hissen der Fahnen an allen öffentlichen Gebäuden, den widersprüchlichen Symbolcharakter einer aufstrebenden Republik . . . die tatsächliche Geschichte klebt, die Aufarbeitung ihrer Tatsachen fristet ein wahres Schatten-Dasein . . . und nur den Tag zu nutzen für einen möglichen Spaziergang in der freien Natur, wäre nach meinem Verständnis eine Schande für zusätzliche Möglichkeiten, aus der Alpen-Republik mehr zu machen, mehr Wachheit zu erzeugen, mehr Engagement, mehr Aufmerksamkeit, mehr Initiativen, mehr Wahrheiten und Erkenntnisse zuzulassen . . . dieser Gedenktag muss sich erneuern, muss eine bessere Ausrichtung und Fokussierung erhalten, muss mehr in den Köpfen aller ein neues Bewusstsein entfachen . . . oft steht die Faulheit, die Bequemlichkeit im Wege, an dieser Idee des Nationalfeiertags haben sich alle zu beteiligen, und das auch ohne Ausnahme . . .

Dass sich Museen öffnen, Gedenkfeiern abgehalten werden, sich Menschen treffen, Wanderer auf den Weg machen, Läufer ihre Fitness unter Beweis stellen, die Wiener Symphoniker ihren Beitrag leisten . . . das ist das Alltägliche, das Profane, es ist das, was es schon immer gab und gibt . . . wir brauchen sicherlich keine Paraden auf der Wiener Ringstraße, das Zeigen einer militärischen Präsenz . . . denn angesichts der vielen grausamen Kriege, der unzähligen Flüchtlinge, die aus großer Verzweiflung sich auf den Weg machen müssen, lässt uns verstummen, lässt uns traurig werden, allein schon der Armutsbericht von Österreich liest sich wie ein Krimi und die Menschen kümmern sich nicht darum . . . Haben und Sein wäre eine Übung für alle, aber auch das wird nicht stattfinden . . . es findet nur all das statt, was ohne Theater rund läuft, was dazu dient, sich zu amüsieren, sich einen schönen Tag zu machen . . . was für eine Schande . . . die wirklichen Helden in dieser Republik sind andere, die im Stillen agieren, die es tun, weil es ihnen ein Bedürfnis ist, die auch nicht wegschauen vor der Tristesse des Augenblicks, der Grausamkeit, wenn sich Hände entgegenstrecken, weil der Bauch sich vor Hunger meldet, wenn die Kälte den Körper befällt, die Seele schreit . . .

Das Land der Berge, das Land am Strome könnte mehr, könnte ein Vorbild für Europa sein, doch weit gefehlt . . . im Land der Begründung der Psychoanalyse, der Psychotherapie und andere Entdeckungen geht es nur noch schleppend her . . . man sucht die schnelle Antwort, sucht den billigen Ausweg, mogelt sich von einer Anschauung zur nächsten . . . so geht das nicht . . . das Theater um die Neuwahl zum neuen Bundespräsidenten ist ein Drama . . . es geht auch noch lächerlicher, dazu braucht es keiner großen Anstrengung, diese Dinge geschehen jeden Tag neu und kein Ende in Sicht . . .

Österreich ist auf dem Weg, eine Republik ohne Würde zu werden . . . die sinnlosen Phrasen einiger Politiker sind nicht zu ertragen, kaum auszuhalten . . . die großen Lügen sind allgegenwärtig, die Mogelpackungen die großen Geschenke an die Bürger und Bürgerinnen dieses Landes . . . das Publikum ist hin- und hergerissen . . . die Ressentiments sind die Nahrung, das Gift für den vermeintlichen Aufschwung, für den Antrieb, der gar nicht existiert, der nur als Theorie in den Köpfen kursiert, aber der uns jeden Tag als Erfolg verkauft wird . . . Hurra, wir sind inzwischen alle hocherfreut und auch begeistert . . . wir verehren die Politiker, wir bewundern sie abgöttisch, wir würden alles für sie tun . . . wenn wir sie richtig durchschauen könnten, hätten wir garantiert nur noch schlaflose Nächte, wir müssten teilweise einen Therapeuten aufsuchen, um all diesen Mist zu verdauen und aufzuarbeiten . . .

Die Medien schreiben, was ihnen so einfällt, ohne genaue Hintergründe zu recherchieren, sie stellen sich dar, als ob sie die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten . . . heutzutage kann man alles kaufen (auch mit großen Schulden!!!) . . . man kann auch die Meinungen der anderen kaufen, verkaufen, leasen oder was auch immer . . . der schräge Frank Stronach hatte sich damals eine Partei gekauft, weil er die Potenz besaß, aber ansonsten war er ein großer Dummkopf bis hin zu seinen dümmlichen Wasserträgern . . . soll es immer so weitergehen??? . . . würden wir endlich einmal wachwerden, uns Gedanken machen, was es bedeutet, einen Nationalfeiertag zu feiern??? Da kommt keine wirkliche Feierlaune hoch, dazu ist dieser Tag eigentlich viel zu belastet, viel zu brisant, es steht viel zu viel auf dem Spiel . . . wir brauchen dringend eine andere Zeit, wir brauchen einfach mehr Aufrichtigkeit und Klarheit, keine dämlichen Sprüche, keine Lügen, keine faulen Kompromisse . . . wir wollen Einblicke in das Geschehen, wollen Transparenz von allen Dingen und Vorgängen . . . wir wollen uns nicht über den Tisch ziehen lassen, wollen kein CETA und TTIP, wir brauchen entschlossene Menschen, die trotz der Niederlagen an der Idee von Europa mit- und weiterarbeiten . . .

Der NATIONAL-FEIERTAG könnte sich anderes gestalten, inhaltlich anderes ausrichten, mehr auf die Sorgen, Ängste und Nöte der Menschen hören, sie ernst nehmen mit ihren Fragestellungen . . . wir brauchen eine neue Würde für jeden EINZELNEN, wir brauchen vor allem ein mehr an Zivil-Courage, an Entschlossenheit, an Tatkraft, an Ideen, an Visionen, an Utopien . . .

Helfen wir uns selbst, nehmen wir vermehrt auch die Dinge selbst in die Hand!! Jeder darf sich selbst auf sich verlassen . . . das Leben ist ein Gestalt-Prozess . . . ich bin dabei, ich mache mit, in meinen Möglichkeiten, meinen persönlichen Interessen, mit meinen fachlichen Qualifikationen!!! . . . Österreich kann mehr!!! Eine gute Gelegenheit am kommenden Nationalfeiertag über sich, über andere, und über die Welt im Besonderen auch einmal fokussiert nachzudenken . . . wenn nicht jetzt, wann dann???

Beenden wir die entsetzlichen Kriege, schauen wir genauer hin, mischen wir uns direkt ein . . . es lohnt sich!! . . . nur zu Träumen hat keine nachhaltige Wirkung . . . es hat noch keinem Menschen geschadet . . . eine gute Gelegenheit!!!
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