25.03.2017, 14:35 Uhr

POLITIK IST ÜBERALL - DERZEIT MEHR VERACHTET ALS GELIEBT . . .

Verdrossenheit . . .
Das Wort Politik hat derzeit einen schlechten Klang. Die Politik wird verachtet, auch gehasst, aber man kann sich nicht wirklich der Politik entziehen. Sie verströmt sich überall, meist ungefragt schleicht sie sich ein in die Gehirnwindungen, wie ein Wurm, wie ein Parasit, wie eine Krankheit . . . früher galt die Politik als etwas EDLES, etwas ERSTREBENSWERTES, sie bekam große Aufmerksamkeit und Anerkennung, das war für die politische Elite als Motiv häufig das Erstrebenswerte, heutzutage ist es die Gier nach Macht, nach der Omnipotenz usw. Sie ist die Summe der Ziele und Mittel, für die sich eine Gesellschaft als Gemeinschaft entscheidet, um zu versuchen, ihre Gegenwart und ihre Zukunft zu meistern. Sodann entdeckt man den Wert des Politischen am besten, wenn man unterscheidet zwischen ihm als einem Gebiet innerhalb der Gesamtgesellschaft und als einem Attribut, als eine Färbung jedes gesellschaftlichen Phänomens. Was das Gebiet betrifft: natürlich gibt es keine scharfe Trennung zwischen verschiedenen Gebieten, aber man weiß im Allgemeinen, auf welchem man sich befindet. Wenn ein Baby seine Flasche nicht trinken will, so ist das auch eine wirtschaftliche Frage, denn der Milchkonsum ist an diesem Tag geringer. Aber wer würde einem Arzt oder Psychologen bestreiten, sich auf den Gebieten der Medizin oder Psychologie zu bewegen??

Man könnte auch denken, dass ein Bundeskanzler in Österreich zumindest seinen Ödipuskomplex überwunden hat, dass er jetzt in diesem Amt nicht unbedingt einen Psychotherapeuten benötigt . . . manche Amtshandlungen im Parlament ähneln einer Gruppierung, deren Inhalte gut in die Thematik der Soziologen passt, zumindest ist das hier im Gemeinderat in Lienz der Fall, wenn Entscheidungen anstehen, die auch unmittelbar die Bürger in dieser Sonnenstadt Lienz betrifft . . . der Politik als solches darf man von Hause aus nicht zu viel zumuten, die Dimensionen werden überschätzt, es überwiegen die Selbsttäuschungen und die Ressentiments . . .

Wir träumen stets von einer anderen Politik, einer, die sich wie eine Mutter oder wie ein Vater aufführt, deren Gefühle immer bei den Bürgern sind, die ständig den Mund offen stehen haben . . . sie wollen gefüttert werden, sie schreien nach Liebe und Zuwendung . . . inzwischen haben sich die Politiker schon längst die eigenen Taschen gefüllt, haben ihr Schäfchen ins Trockene gebracht . . . was ist privat und was ist öffentlich??? Das kann man teilweise schon nicht mehr auseinanderhalten, wird vermischt. Wenn die Politiker mehr philosophische Qualifikationen besitzen würden, hätte es mehr Gewichtung, wäre es direkter und nachhaltiger, könnte eine Gesellschaft hoffen, dass es immer zum Guten ausläuft . . . der Einfluss des Politischen auf das Gesellschaftliche hat stark zugenommen(!) . . . es geht immer um die Legitimität der Instanzen, einer Glaubwürdigkeit . . . hier mangelt es in großen Bereichen . . . die Legitimität als vermeintliches Instrument der Identifikation bleibt stets im Fokus . . .

Politik muss sich reformieren, muss anders werden, muss sich der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit bedienen . . . ich fordere mehr Leidenschaft, mehr Herz und Aufrichtigkeit!!! Das kann doch nicht so schwer sein???
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