11.02.2017, 16:10 Uhr

Wir leisten alle unseren Beitrag für die ständige Nachzüchtung von Populisten . . .

Die etablierten Parteien ruhen sich aus, genießen ihr Leben, machen ihre Arbeit nur halbherzig oder nur mit wenig Leidenschaft . . . das führt dazu, dass es zur Bildung von radikaleren Gegenkräften führt, die das Vakuum ausgleicht . . . meist sind es unzureichende Antworten, falsche Angaben zur Wahrheitsfindung, billige Reaktionen auf den bestehenden Terrorismus . . . es kommt keiner aus, alle sind inbegriffen, alle haben ihren Anteil daran, dass wir in diesem Dilemma stecken, weil es in einer lebendigen Demokratie notwendig ist, sich einzumischen, sich immer wieder beherzt einzubringen . . .

Es ist unglaublich viel über den aufkeimenden Populismus geschrieben worden, manche Aussagen werden auch bewusst kolportiert, werden aufgeputscht, werden künstlich inszeniert. Wir wissen, dass sich eine Gesellschaft den Herausforderungen stellen muss, dass die Globalisierung nicht nur die Freude und die Arbeitsplätze schaffte, wir wissen auch, dass eine künstliche Überfremdung eine Idee der arroganten Eliten sind und weiter existieren . . . warum neuerdings immer mehr Menschen die falschen Parteien wählen, ist der Tatsache geschuldet, weil wir auf jeden Deppen, auf jeden Populisten herein fallen, ihm an den Lippen kleben, glauben, dass von dort der Segen kommt oder eine Entlastung stattfindet . . . warum die aktuelle Politik meist ein Verwirrspiel produziert, ist hausgemacht, ist kaum auszuhalten . . . das Kopfschütteln der Bürger ist nur ein kleiner Hinweis auf Irritationen, andere Hinweise werden folgen, die Aufschreie werden schon im Schonraum der privaten Lebenswelten geübt . . .

Altbekannte Gesichter wie H.C. Strache, Norbert Hofer, Marine Le Pen und Geert Wilders suchen Wege für ihr Weiterkommen, für ihren Populismus, da ist jedes Mittel recht, da wird alles daran gesetzt, sich in Szene zu setzen, auf sich aufmerksam zu machen . . . die Selbst-Inszenierungen der AfD in Deutschland sind widerwärtig und auch grauenhaft . . . die Großparteien haben keinen Biss mehr, sie wirken ausgelutscht, abgehängt, desinteressiert . . . das führt zu einem Wechsel, zu einer neuen Sichtweise, zu verrückten Gedanken, die keinem Menschen dienen . . . ständig werden Versäumnisse ans Tageslicht gefördert, werden die Ungenauigkeiten auf den Weg gebracht . . . das viele und tagelange Reden über das Reden bringt keinen Effekt, führt zur Langeweile, zur Abwehr, zur Aggression . . .

Seit dem ver-hehrenden Anschlag auf das World Trade Center 2011 in New York, gehen die Uhren anders, läuft es nicht mehr so wie vorher, die Achse des Bösen hat alles im Griff, wird immer wieder unterfüttert, denn wenn man erfindet, ist es leicht, alles nach diesen Tatsachen abzustimmen . . . George W. Bush war ein Irrer, er hat uns den Terror ins Haus gebracht, seit seiner Amtszeit haben wir dies auf der Agenda unseres politischen Daseins . . . die digitale Welt bringt uns nicht nur einen Segen, sie bringt uns auch den Fluch, sie bringt uns die totale Überwachung, den ständigen Ausnahmezustand . . . Polizisten haben einen schweren Beruf, ihre Möglichkeiten im Rahmen des Gesetzes sind marginal, sie müssen als Prügelknaben herhalten, müssen das ausbügeln, was Politiker nicht auf die Reihe bringen . . .

Es bleiben für uns alle viel zu viele Fragen, von Antworten können wir nur träumen, ich habe den Eindruck, die Politiker spielen den ganzen Tag, können sich nicht auf die Wirklichkeiten besinnen und einlassen . . . die Auseinandersetzungen im Alltag sind nicht da, die Fehler häufen sich, der Unmut wächst, und der Zulauf zu den Schreihälsen hat erst gerade angefangen . . . in den Großstädten drehen sie durch, wissen nicht, wie man die Sicherheiten aufbaut, wie man die Überwachungen durchführen will und möchte . . . jeder möchte den schwarzen Peter loswerden, jeder möchte nur gut dastehen, aber sich kaum einbringen oder gar bemühen, das wäre ja mit echter Arbeit verbunden . . .

Wir haben alle Hände voll zu tun, sind gehalten aus dem Chaos das beste zu machen, wünschen uns andere Bedingungen, aber an den Prozessen mitzutun, das wollen wir nicht, wir wollen es auch weiterhin bequem haben, die Arbeit sollen gefälligst die anderen tun . . . es stehen zu viele Fragen im Raum, es sind zu viele Beschwernisse zu beseitigen, die to-do-Liste wächst von Tag zu Tag, ein Abarbeiten kaum möglich . . .

Selbst-Kritik wäre ein Stichwort für die Aufarbeitung der neuen Debatten, mal wieder die Dinge auf Null stellen können, eine Katharsis durchführen . . . täglich gibt es neue Heilsbotschaften, täglich gibt es neue Szenarien, die uns aus dem Gleichgewicht bringen . . . die Mängelliste wächst . . . die Bereitschaft, eine Basis wieder herzustellen, ist in weite Ferne gerückt . . . Populisten warten auf die Schwierigkeiten der anderen, die sich ins eigene Messer bringen, denn dann können sie ihre Phrasen, ihre dämlichen Aufrufe für das neue Durcheinander gut verströmen . . .

Die Mängel des sog. Schengen-Abkommens werden deutlich, hier müssen Korrekturen erfolgen, müssen Nachbesserungen eingebracht werden . . . neuerlich die Scheuklappen wieder aufzusetzen bringt keinen Gewinn, das Gegenteil ist der Fall, wir müssen an einem gemeinsamen Strick für Europa ziehen . . . die Unwucht hilft den Populisten, spielt ihnen die Karten in die Hand . . . Lösungen brauchen wir alle einschließlich, die Antworten kennen wir schon teilweise, aber wir wollen uns nicht wirklich einbringen . . . es ist jammerschade!!!

Der nächste Anschlag kommt bestimmt, auch daran sind wir beteiligt . . . durch Desinteresse, durch mangelnde Information, durch Faulheit, durch wenig Bildung . . . es muss zu schaffen sein, daran glaube ich, wir können das ohne den Einfluss der Populisten, wir sind bereit, und müssen die nächsten Schritte tun . . .
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.