30.03.2017, 12:02 Uhr

German Design Award für Kulturhaus Kals

Altbürgermeister Klaus Unterweger, Bürgermeisterin Erika Rogl und Peter Schneider (Schneider & Lengauer Architekten; v.l.) mit den Siegerurkunden des German Design Award. (Foto: Petra Tembler)

Große internationale Auszeichnung für die baukulturelle Entwicklung der Glocknergemeinde.

KALS. Der German Design Award zeichnet innovative Produkte und Projekte sowie ihre Hersteller und Gestalter aus, die in der internationalen Designlandschaft wegweisend sind und die designorientierte Wirtschaft voranbringen. Die Preise vergibt eine hochkarätig besetzte, internationale Jury.
In der Kategorie Exzellentes Kommunikationsdesign / Architektur geht der German Design Award 2017 an Schneider & Lengauer Architekten aus Neumarkt im Mühlkreis (OÖ) sowie an deren Auftraggeber, die Gemeinde Kals am Großglockner. Ausgezeichnet wurde die gestalterische Qualität des 2013 neu errichteten Kulturhauses in Kals. Jurybegründung: „Das Gebäude erscheint funktional und formal durchweg sorgfältig durchdacht, wobei es sich unter städtebaulichen Gesichtspunkten sehr gut in sein Umfeld integriert.“

Mehrfach prämierte Baukultur

Bereits seit Ende der 1990er Jahre arbeiten die Architekten Schneider & Lengauer für Kals und konnten bereits mehrere Wettbewerbsausschreibungen gewinnen. Der Bogen spannt sich von Neubauten wie dem Glocknerhaus (Fertigstellung 2000) und dem Gemeindezentrum (2006) bis zur Sanierung des spätgotischen Widums (2006). Der Neubau des Kulturzentrums samt Johann Stüdl Saal (2013) rundet die Neugestaltung des Kalser Hauptortes Ködnitz ab. Das Gebäude gibt dem regen Vereins- und Kulturleben der Gemeinde Raum. Es nimmt den Platz des ehemaligen Amtsgebäudes ein, ist aber um ein Stockwerk niedriger. Dadurch kommt der benachbarte Bestand besser zur Geltung. Das steile Satteldach des Neubaus sowie dessen präzise gesetzte Öffnungen nehmen Bezug auf das benachbarte Widum, ohne sich ihm anzubiedern. Das Foyer des Kulturhauses liegt unter der Zugangsterrasse, darüber befinden sich der von der Straße aus barrierefrei begehbare und 300 Besucher fassende Johann Stüdl Saal, die Praxisräume des Sprengelarztes sowie ein Tagesheimbereich.

Mutiges baukulturelles Engagement

Mehrere große nationale und internationale Auszeichnungen begleiteten die städtebaulichen Interventionen in Kals und würdigten sowohl die architektonische Qualität, als auch das mutige baukulturelle Engagement der Gemeinde. Darunter der Piranesi Award (2007), der Otto Wagner Städtebaupreis (Würdigung 2007), der LandLuft Baukulturgemeinde-Preis (2009), der Europäische Dorferneuerungspreis (2014) und der austrian brick and roof award (2016).
„Der German Design Award krönt die langjährige fruchtbare Kooperation zwischen Schneider & Lengauer Architekten und der Gemeinde Kals“, freut sich die Kalser Bürgermeisterin Erika Rogl.
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