CALAFATTI & FORTUNA

Calafatti
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Ein Stück Pratergeschichte

Der Calafatti hat seinen Namen von einem Praterunternehmen. Basileo Calafatti begründete im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts im Wurstelprater ein "Kunstkabinett", in dem er erstaunliche Taschenspielerkünste und Geistererscheinungen produzierte. In der recht primitiven Bretterbude zeigte er auch ausgestopfte Tiere und für die damalige Zeit staunenswerte Automaten. Er stellte später ein Karussel auf, das er 1840 in ein Ringelspiel umgestaltete, in dem sich mehrere auf Schienen laufende Eisenbahnwaggons, von zwei Lokomotiven gezogen, bewegten.

Es zählte zu den Sehenswürdigkeiten der damaligen Zeit und seine Anziehungskraft erhöhte sich noch, als 1854 eine riesige, sich um die eigene Achse drehende Chinesenfigur aufgestellt wurde. Sie ist den Kriegsereignissen des Jahres 1945 zum Opfer gefallen.

Auch die Fortuna, eine mehr als drei Meter hohe Frauengestalt, war Mittelpunkt eines Ringelspiels, das an der Straße des 1. Mai lag. Es wurde noch vor dem großen Praterbrand modernisiert und der Besitzer bot die Fortuna und andere Teile des Ringelspiels dem bekannten Praterhistoriker Professor Pemmer an. Pemmer hat die Fortuna dann bis zur Errichtung des Pratermuseums in seiner Wohnung aufbewahrt.
Textquelle: Wien.at Historischer Rückblick der Rathauskorrespondenz vom April 1966

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