Kleine Hilfe mit großer Wirkung Erfolgreiches ergotherapeutisches Pilotprojekt an der Hans Christian Anderson Volksschule

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Schuleintritt bedeutet für Kinder eine große Herausforderung und sie müssen auf unterschiedlichen Ebenen eine gewisse Reife haben, um im Schulalltag zu bestehen. Beispielsweise müssen sie sich alleine anziehen und Ordnung halten können, mit Stiften und Scheren umgehen, soziales Einfühlungsvermögen haben, Handlungsstrategien entwickeln und vieles mehr. Gerade im Vorschul- und Grundschulalter gibt es aber große Unterschiede im Reifegrad zwischen den Kindern.

Daraus folgt, dass nicht jedes Kind gleich gut mit der Umstellung vom Kindergarten auf die Schule umgehen kann und sich daraus im Lernalltag Nachteile für das Kind ergeben, die durch die ganze Volksschulzeit, und in vielen Fällen auch noch danach, ein großes Hindernis darstellen.

Hier setzt die Ergotherapie an: sie ermöglicht, durch gezielte Unterstützung die Handlungsfähigkeit des Kindes zu erweitern, so können bestehende Defizite in kürzester Zeit aufgeholt werden.

Besonders erfolgreich wirkt Ergotherapie wenn diese in den Alltag integriert ist, wie das gelungene Pilotprojekt der Fachhochschule für Ergotherapie zeigt:

Zwei TherapeutInnen im Praxissemester wurden an 1- 2 Tagen pro Woche in die Vorschulklasse und den ersten Klassen integriert. Nach einer Analyse, unter Aufsicht einer Supervisorin, wurde mit den Kindern je nach Bedarf in Kleinstgruppen gezielt geübt und schon nach kürzester Zeit waren die Erfolge für das Lehrpersonal, die Kinder und auch die Eltern sichtbar.

„Ergotherapie für Kinder wird als Therapieform schon sehr lange angeboten“, sagt die Studiengangsleiterin Mag. Erna Schönthaler. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Therapeutinnen an die Schule gehen und im Alltag beobachten und therapieren können. Dieser Ansatz wird in verschiedenen Ländern wie z. B. in Kanada schon seit Jahren sehr erfolgreich angewandt.

„Unabhängig von finanziellen Mitteln der Eltern, und unkompliziert, ohne lange Wartezeiten in ergotherapeutischen Praxen, erhalten Kinder mit Entwicklungsverzögerungen dort Hilfe, wo sie benötigt wird“, freut sich die Direktorin der Hans Christian Andersen Volksschule, Frau Michaela Weiß.
Das Projekt wurde von einer engagierten Mutter initiiert, die gegen die Zweiklassengesellschaft im Bildungswesen etwas unternehmen wollte, merkt Frau Schönthaler an, und sie hat sich just zum richtigen Zeitpunkt bei mir gemeldet.
Leider ist Ergotherapie im Schulbetrieb gesetzlich nicht vorgesehen und wird auch nicht unterstützt. Wir hoffen aber, dass diese Kooperation zu einer Dauereinrichtung werden kann, und eines Tages in ganz Österreich Ergotherapie in den Schulbetrieb integriert sein wird.

Für weitere Fragen und mehr Information steht Ihnen Frau Mag. Erna Schönthaler vom Studiengang Ergotherapie gern zur Verfügung! erna.schoenthaler@fh-campuswien.ac.at
© gudrun tockner

Wo: Gudrun Tockner, Landsteinergasse, 1160 Wien auf Karte anzeigen
Autor:

Gudrun Tockner aus Ottakring

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