Bildung in Ottakring
Braucht Ottakring mehr Schulen?

Bildung in Ottakring: viel passiert, weiterhin viel zu tun. Seit 2008 wurden rund 37 Millionen Euro in die Pflichtschulen investiert.
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Die Bezirksvorstehung zieht eine positive Bildungsbilanz. FPÖ, ÖVP, Neos und die Grünen üben Kritik.

OTTAKRING. In Ottakring wurden seit 2008 rund 37 Millionen Euro in die Sanierung und Ausstattung der Pflichtschulen investiert.

In den vergangenen vier Jahren wurden 430 Plätze im Bereich der Elementarpädagogik und 170 zusätzliche Plätze im Bereich der schulischen Tagesbetreuung ihrer Bestimmung übergeben. Außerdem wurden im Jahr 2018 ungefähr 1,25 Millionen Euro in offene Jugendarbeit investiert. Zwischen 2015 und 2018 flossen knapp drei Millionen Euro in die Modernisierung der städtischen Bäder.

Ausbau des Schulcampus

Eines der umfassendsten Projekte ist der Ausbau des Schulcampus Landsteinergasse/Wiesberggasse, wo durch den Dachgeschoßausbau eine Erweiterung der Raumstruktur ermöglicht wird und gleichzeitig eine Generalsanierung des baulichen Bestands beider Schulgebäude stattfindet. Die Gesamtkosten für die Erneuerung des Schulstandortes betragen 30 Millionen Euro. "Wir haben die Verpflichtung, für gute und zeitgemäße Ausbildungsmöglichkeiten zu sorgen", bekräftigt Bezirksvorsteher Franz Prokop (SPÖ).

Kritik aus dem Bezirk

Für FPÖ-Ottakring-Klubobmann Georg Heinreichsberger stellen die Kosten des Schulsanierungspakets für die Bezirke im Allgemeinen und für Ottakring im Speziellen eine unzumutbare Belastung für das Bezirksbudget dar: "Laut Schulsanierungspaket müssen die Bezirke 60 Prozent der tatsächlichen Aufwendungen zum Jahresende zahlen. Das ist ein Grund dafür, warum Ottakring so hoch verschuldet ist." Seine Forderung: "Die Kosten für Schulsanierungen, sowie für Fluchtwegplanungen und Brandschutzvorrichtungen sollen zu 100 Prozent aus dem Zentralbudget der Stadt Wien beglichen werden."

Für Barbara Obermaier, Klubobfrau der Grünen Ottakring, gehen die Maßnahmen nicht weit genug: "Die Prognosen der MA 23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik besagen, dass in den nächsten zehn Jahren rund 1.600 mehr Schulkinder in Ottakring leben werden. Schulgebäude sanieren alleine reicht da nicht aus." Obermaier sieht die "zukunftsfitte Schule" in einem Angebot für den ganzen Tag, das Volksschule, Neue Mittelschule und Gymnasium unter einem Dach vereint: "Die Meinl-Gründe beim Kongresspark sind ein geeigneter Standort."

ÖVP-Ottakring-Klubobmann Stefan Trittner sieht bei der Bildung in Ottakring "rot-grüne Versäumnisse bei der Integration". "In Ottakring haben wir mittlerweile rund 1.300 außerordentliche Schüler, mehrheitlich aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse. Deshalb sind die Deutschförderklassen, welche die Bundesregierung eingeführt hat, gerade für Ottakring ein wichtiger Schritt, um allen Kindern eine gute Bildungsper-spektive zu geben."

Neos-Klubvorsitzender Jörg Konrad: "Rot-Grün hat viel zu lange die Augen vor den Herausforderungen verschlossen und bei der Bildungspolitik versagt. Wir fordern, raschest einen Bildungsgipfel für Wien mit allen bildungspolitisch relevanten Akteuren einzuberufen. Es braucht faire Bildungschancen für alle."

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