Durchgang
Einfach den Weg abkürzen

Funktionalität steht im Vordergrund: Die Hinterseite des Durchgangs in der Ottakringer Straße 188 ist kein Blickfang.
  • Funktionalität steht im Vordergrund: Die Hinterseite des Durchgangs in der Ottakringer Straße 188 ist kein Blickfang.
  • Foto: Michael J. Payer
  • hochgeladen von Michael J. Payer

Mit dem Durchgang in der Ottakringer Straße 188 kann man ein wenig Wegzeit sparen.

OTTAKRING. Es ist ein belebtes Grätzel rund um die Ottakringer Straße 188: Die Menschen hetzen von A nach B und suchen dabei den kürzesten und am liebsten auch bequemsten Weg. Da kommt der Durchgang in der Ottakringer Straße 188 gerade recht.

Auf den ersten Blick ist er unscheinbar. Geht man durch ihn, muss man über ein paar Stufen und schon ist man in der Römergasse. Eine Rampe sorgt dafür, dass man den Durchgang auch im Rollstuhl oder mit einem Kinderwagen benutzen kann. Eine Wand ist bemalt, es gibt ein paar Bäume und Sträucher. Ansonsten ist der Durchgang eben das, was er ist: eine Abkürzung. Ob die Aufschrift "Gesunde Wohnungen – Glückliche Menschen" auf einer Tafel im Durchgang wirklich zutrifft, lässt sich nicht so leicht herausfinden. Über eine Abkürzung hat sich aber sicher jeder schon einmal gefreut.

In der Ottakringer Straße hat man von Lebensmittelgeschäften bis zum Heurigen alles in Gehweite. Auch zum Ottakringer Bahnhof sind es nicht mehr als 200 Meter. Die Infrastruktur mit U-Bahn, Bim und Bus lässt keine Wünsche offen.

Autofrei ans Ziel

In Wien gibt es mehr als 700 solcher mehr oder weniger versteckten Durchgänge. Sie werden von Insidern als Abkürzung benutzt, um beim Zufußgehen viel Zeit zu sparen oder einfach schneller zur gewünschten Erholungsoase ums Eck zu gelangen.

Die Fußgängerbeauftragte Petra Jens hat nun mit dem Team der Mobilitätsagentur diese Abkürzungen kartografiert: "Die Vorteile dieser Durchgänge sind, dass man schneller, ruhiger und autofrei an sein Ziel gelangt." Man geht dann nicht neben einer stark befahrenen Straße, was den Fußweg sicherer macht. "Außerdem kann man dabei Schönheiten entdecken, die einem sonst verborgen bleiben", so Jens.

Auf der Fußwegekarte, die man unter 01/400 04 99 00 kostenlos bestellen kann, sind die Schleichwege bereits eingezeichnet. Einige dieser Abkürzungen sind durch eine Tafel gekennzeichnet, um sie für alle sichtbar zu machen. Auch an den Stelen der großen Flaniermeilen wie etwa der Mariahilfer Straße sind sie zu finden.

Eines gibt Jens jedoch noch mit auf den Weg: Es gelte, den Lebensbereich der hier Wohnenden zu respektieren, also keinen Lärm zu machen oder Müll zu hinterlassen.

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