Galeristen statt Greißler

Edith Langer ist mit ihrem Projekt Kunst am Grund in eine ehemalige Pa     pierhandlung gezogen.
  • Edith Langer ist mit ihrem Projekt Kunst am Grund in eine ehemalige Pa pierhandlung gezogen.
  • Foto: Payman Scheikh-Rezaei
  • hochgeladen von Richard Bernato

Immer mehr kleine Betriebe können sich die Mieten im Bezirk nicht mehr leisten. Kunstprojekte und Kreative nutzen die frei gewordenen Gassenlokale.
(rb). „Früher war das ein Papierwarengeschäft“, erzählt Edith Langer. Mit ihrem Projekt Kunst am Grund nutzt sie ein Gassenlokal in der Sechshauserstraße als Büro und Hauptquartier, aber auch für Ausstellungen und Filmvorführungen.
„Wir waren die ersten, die sich in ein leerstehendes Geschäftslokal eingemietet und Aktionen gemacht haben“, so Langer. Mittlerweile hat Kunst am Grund zwei weitere Standorte im Bezirk.

Wettlokale und Kebapbuden
Langer vermittelt zwischen Hauseigentümern, die ein leerstehendes Gassenlokal haben und Künstlern, die ein günstiges Lokal suchen.
Die Ursachen für leerstehende Geschäftslokale sind vielschichtig. Einerseits finden sich immer seltener Nachfolger für Geschäfte, und Klein- und Mittelbetriebe können sich die Mieten nicht mehr leisten.
„Derzeit ist es leider oft so, dass sich nur Rotlicht- und Glücksspiellokale einmieten, die sich die oft horrenden Mieten leisten können“, sagt Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal. Er sieht daher eine Lösung in einer Reform des Mietrechts.

Nachfolger sind nicht zu finden
„Durch Projekte wie Kunst am Grund werden zwar Grätzel temporär wieder belebt und leerstehende Lokale werden wieder genutzt“, so Michaela Rebel-Burget von der Gebietsbetreuung 15. „Allerdings siedeln sich deswegen aber nicht wieder Nahversorger an.“
Betroffen sind im 15. Bezirk vor allem die Sechshauserstraße, die Reindorfgasse, aber auch die Äußere Mariahilferstraße. Sperrt ein Geschäft zu, bleibt es lange leer und wird nur mehr als Lager genutzt.
Gegen das Geschäftssterben stemmen sich Einkaufstraßenvereine wie der in der Reindorfgasse. Unterstützt werden sie dabei vom Bezirk.

Autor:

Richard Bernato aus Wieden

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