Those angry Men: Zornige Männer zum Guinness

Pop-Rock aus Wien, Dublin und Mailand: Ricardo Alberio, Guido Kirchner, Chris Slevin und Markus Crombatz (v.l.n.r.).
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  • Pop-Rock aus Wien, Dublin und Mailand: Ricardo Alberio, Guido Kirchner, Chris Slevin und Markus Crombatz (v.l.n.r.).
  • hochgeladen von Maria-Theresia Klenner

OTTAKRING. Das Licht über der Kellerstiege geht aus, aber dank Schlagzeugspiel findet man auch im Dunklen den Weg in den Proberaum, in dem Those angry Men ihre neue Single einstudieren. Beim Öffnen der doppelten, dick gepolsterten Türen schwappt ein Schall Rockmusik in den dunklen Keller des Gründerzeithauses in Mariahilf. In einem kleinen, isolierten Raum steht Chris Slevin mit dem Rücken zur Tür und singt "Once in a lifetime" ins Mikrofon. Begleitet wird der gebürtige Ire, der der Liebe wegen vor fünfzehn Jahren nach Wien – genauer: nach Ottakring – kam, von Guido Kirchner an der Gitarre, Ricardo Alberio am Bass und Markus Crombatz am Schlagzeug.

Es ist Sonntagnachmittag und die vier Herren befinden sich mitten in ihrer Bandprobe. "Unsere Geigerin Claudia Heidegger fehlt heute leider", erklärt Chris zur Begrüßung und zieht eine Seite seiner akustischen Gitarre nach. "Genau diese ungewöhnliche Mischung der Instrumente macht uns aus", erläutert Guido Kirchner und dreht an seinem Gitarreneffektgerät, das vor ihm auf dem Boden liegt. "Rockgitarre, Akustikgitarre, Violine, Bass und Schlagzeug – das ist eine seltene Zusammenstellung einer Rockband." Ungewöhnlich auch das Kennenlernen der beiden Gründungsmitglieder Kirchner und Slevin: "Wir haben uns über Chris´Schwiegermutter kennengelernt", lacht Kirchner. "Vor vier Jahren haben wir die Band gegründet und seit Jänner sind wir in der aktuellen Besetzung. Markus am Schlagzeug stieß als letzter zu uns. Ricardo war erst Gast und seit 2017 spielt er den Bass."

Erste Entwürfe per WhatsApp

Zwar spielen Those angry Men rund viermal im Monat in Lokalen und Pubs wie der Golden Harp-Kette, doch als hobbymäßige Livemusiker sehen sich die Bandmitglieder nicht. "Es ist mehr als ein Hobby", so Slevin, dessen Vater bereits als Musiker in Dublin bekannt war. "Wir nehmen die Band sehr ernst. Derzeit arbeiten wir an unserem ersten Album." Für die CD, die nach der EP "It goes down" 2015 die zweite Veröffenlichung der zornigen Männer sein wird, sind zehn eigene Nummern geplant. "Bei unseren Auftritten spielen wir zwei Drittel Coverversionen, wie Psycho Killer von den Talking Heads und ein Drittel Eigenkompositionen", so Kirchner.

Diese eigenen Lieder stammen textlich aus Chris´ Feder, der auch die passende Melodie vorgibt. "Ich schicke die Texte mit der Singstimme in unsere WhatsApp-Gruppe und jeder von uns macht sich Gedanken dazu. Bei der nächsten Probe erarbeiten wir das Lied dann gemeinsam", erklärt Slevin den Ablauf des Songwritings. Bis das Lied dann als gut befunden abgehakt wird, dauert es zwischen einer Stunde und mehreren Wochen.
Derzeit wird an "Once in a lifetime", der Single zum bevorstehenden Album, geschliffen und gefeilt. "Wir haben uns heute für vier Stunden hier eingemietet und wollen den Song, dessen Veröffentlichung für Juni geplant ist, fertig kriegen", so Alberio, der privat gerne Achtziger-Pop aus seiner Heimat Italien hört, während seine Bandkollegen härtere Klänge von AC/DC über Mötley Crüe bis Foo Fighters vorziehen. Wie aufs Stichwort widmen sich die Herren, die übrigens alles andere als zornig sind, wieder ihren Instrumenten und fahren mit der Probe fort. Wer Interesse hat, "Once in a lifetime" live zu hören, hat am 18. Mai im Golden Harp in der Johnstraße 69 im 15. Bezirk die Möglichkeit dazu. Weitere Infos unter www.thoseangrymen.com und www.facebook.com/pg/thoseangrymen.

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