Die Wiener Linien und ihre Wunschlisten
Drei Jahre Wartezeit für ein Wartehäuschen

ÖVP Bezirkparteiobmann Stefan Trittner bei der Busstation Otto-Hötzl-Weg
  • ÖVP Bezirkparteiobmann Stefan Trittner bei der Busstation Otto-Hötzl-Weg
  • Foto: ÖVP Ottakring
  • hochgeladen von Michael J. Payer

In der Bezirksvertretungssitzung im Juni wurde ein ÖVP-Antrag auf Errichtung eines Wartehäuschens bei der 46A-Station Otto-Hötzl-Weg einstimmig angenommen. Die Antwort der Wiener Linien sorgt für Staunen: das Wartehäuschen soll aufgrund "einer langen Wunschliste" erst 2022 aufgestellt werden.

OTTAKRING. Für ÖVP-Bezirkparteiobmann Stefan Trittner als Antragsteller ist die Wartezeit von drei Jahren schlichtweg "eine Frechheit": "Es ist bemerkenswert, dass man behauptet, der Bau eines Wartehäuschens würde drei Jahre dauern, weil man so viel zu tun habe. Und da hat sich die Stadt Wien offenbar in die vollkommene Abhängigkeit von der Gewista begeben und muss jetzt um Wartehäuschen betteln."

Im Antwortschreiben aus dem Büro von Stadträtin Ulli Sima heißt es konkret: "Da es derzeit einige geplante Straßenbauprojekte und eine lange Wunschliste gibt, wird diese (Anm.: Wartehalle) voraussichtlich im Jahre 2022 aufgebaut."

Monitor kommt auf die Wunschliste

Der ebenfalls von der ÖVP eingebrachte und einstimmig angenommene Antrag zur Anbringung eines elektronischen Bildschirms zur Anzeige der Busabfahrtszeiten in der U3 Station Ottakring landete bei den Wiener Linien auf der oben genannten Wunschliste.

Im Schreiben, ebenfalls aus dem Büro von Stadträtin Sima, heißt es: "Auch der Wunsch nach einem Abfahrtsmonitor in der Station Ottakring für die Bushaltestellen vor der Station wurde aufgenommen. Ob bzw. wann ein Monitor angebracht werden kann, können die Wiener Linien noch nicht sagen, das hängt von der entsprechenden Budgetverfügbarkeit ab."

Außerdem wird auf die App WienMobil verwiesen: "Dort sehen sie ebenfalls, wann das nächste Fahrzeug in der Haltestelle eintrifft."

"Politik jetzt Bittsteller?"

Für Trittner ist es "einfach unglaublich und unfassbar wie hier mit einem politischen Auftrag umgegangen wird. Mein Antrag wurde in der Bezirksvertretung einstimmig angenommen - und die Wiener Linien sagen, es kommt auf die Wunschliste. Ist die Politik jetzt Bittsteller bei den Wiener Linien?"

Autor:

Michael J. Payer aus Donaustadt

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