Integration: Nazi-Vorwürfe gegen Blauen Mandatar

Kameraden der FP-Jugend berichteten von Nazi-Gesängen des nunmehrigen Mandatars Michael Oberlechner – dieser bestreitet.
  • Kameraden der FP-Jugend berichteten von Nazi-Gesängen des nunmehrigen Mandatars Michael Oberlechner – dieser bestreitet.
  • hochgeladen von Monika Kickenweiz

(si). Schwere Vorwürfe werden derzeit gegen den Freiheitlichen Bezirksrat Michael Oberlechner erhoben. So bezeichnet der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzikant, Oberlechner auf seiner Homepage als „Kellernazi“.
Hintergrund ist ein Dokument, welches noch aus den Tagen Oberlechners bei der FP-Vorfeldorganisation „Ring Freiheitlicher Jugend“ (RFJ) stammt. In diesem wird darüber berichtet, dass der nunmehrige Bezirksrat bei der Fahrt zu einer FPÖ-Veranstaltung das Horst-Wessel-Lied gesungen haben soll. Dieses diente als Parteihymne der NSDAP und ist seit 1945 in Österreich und Deutschland verboten, findet jedoch weiterhin Verwendung in Neonazi-Kreisen. Aufgrund der Veröffentlichung der Vorwürfe wäre Oberlechner damals beinahe aus dem RFJ ausgeschlossen worden, so informierte Kreise.

Ausgerechnet Integration
Besondere Brisanz erlangt der Fall nun, weil Oberlechner zum stellvertretenden Vorsitzenden der Sozial- und Integrationskommission gewählt wurde.
Oberlechner selbst bezeichnet die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen als „lächerlich.“ Als „praktizierender Christ“ habe er „mit dem Nationalsozialismus absolut nichts zu tun“, so der Bezirksrat. Einige Personen würden eben krampfhaft versuchen, ihn und die Partei in ein „Rechtes Eck“ zu stellen.
Seine Schwerpunkte seien nun insbesondere der soziale Wohnbau und damit zusammenhängende Themen wie der Heizkostenzuschuss. Oberlechner fordert gemäß Blauer Parteilinie ein Vorrecht der Staatsbürger auf Gemeindebauten, eine Koppelung von Sozialhilfen an die Teilnahme bei Sprachkursen und einen Zuwanderungsstopp für „unqualifizierte Arbeitskräfte“.
Besonders zufrieden zeigt sich Oberlechner damit, dass mittlerweile auch die Sozialdemokraten Themen und Argumente der FP übernommen hätten: „Die ‚Hausordnung‘-Kampagne der SP wäre vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen“, so der Bezirksrat. Bei den Sozialdemokraten im Bezirk will man von den belastenden Dokumenten zu Oberlechners Vergangenheit jedenfalls nichts gewusst haben.

Autor:

Monika Kickenweiz aus Ottakring

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