Ein Europameister aus Penzing

Bei der WM 2007 in Auronzo, wo Klaus Bäumler mit der Pulka (Gleitschlitten) Weltmeister wurde
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  • hochgeladen von Tina Bayer

Der Winter hat pünktlich mit Beginn der Adventzeit auch in Wien Einzug gehalten. Einer, der sich über diese Bedingungen besonders freut, ist Klaus Bäumel. „Wenn es noch weiter so viel schneit, dann kann ich mit etwas Glück bald mit dem Schlitten trainieren“, freut sich der frisch gebackene Europameister über den ersten Schneefall. In den meisten Wintern ist es nämlich so, dass in Wien zu wenig Schnee liegen bleibt, weshalb die Trainingsbedingungen oft sehr schwer sind. „Meistens muss ich mit dem Fahrrad trainieren. Wenn es aber zu glatt ist, geht das natürlich auch nicht. Dann muss ich bis nach Mariazell auf den Annaberg ausweichen, um richtig trainieren zu können“, erklärt Bäumel.

Hauptberuflich ist der 50-jährige Wiener als Logistikleiter bei einer Werbeartikelfirma tätig. Seine Leidenschaft gehört aber dem Hundeschlittenrennen. „Ich war immer schon sportlich, einen Hund wollte ich mir aber nie zulegen. Erst als sich meine Tochter dann unbedingt einen Vierbeiner gewünscht hat, kamen die Dinge ins Rollen“, erzählt Bäumel. Dass er dann kurz darauf gleich seinen ersten Wettkampf gewinnt, hätte der damals 40-Jährige nicht gedacht. „Doch dann war mein Ehrgeiz gepackt, und ich wollte auch international erfolgreich sein.“ Zahlreiche Wettbewerbe folgten. Erster Höhepunkt war der Weltmeistertitel 2007 in Auronzo/Italien mit der Pulka (Gleitschlitten). Insgesamt drei Huskys besitzt Klaus Bäumel mittlerweile: das Geschwisterpaar Choice und Cäsar und die Hündin Cheyenne.

Dass er heuer bei der Heim-EM in Reingers in Niederösterreich noch einmal zuschlagen konnte, freut Klaus Bäumel besonders. „Ich habe mich gegen die Jugend sozusagen noch mal durchgesetzt“, lacht er. Der erst 19-jährige Sebastian Astelbauer belegte hinter ihm den zweiten Platz. „Da wir kein Geld bekommen, kämpfen wir auf einer sehr freundschaftlichen Basis gegeneinander. Es ist eine gesunde Konkurrenz, bei der wir uns auch gegenseitig Tipps geben. Es ist doch gut, wenn die Jugend nachkommt“, sagt Bäumel. Seine 13-jährige Tochter Penelope hat jedoch nicht vor, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. „Sie ist von Sport generell nicht so begeistert und daher für das Streicheln der Hunde zuständig.“

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