13.02.2014, 10:35 Uhr

Steinhof: Zweite Bürgerversammlung

Tosender Applaus unter den Steinhofanhängern.

Wieder Protestkundgebung vor dem Goethe Gymnasium in der Astgasse. Experten standen trotzdem Rede und Antwort.

PENZING/OTTAKRING. (dm). Rund 180 Personen besuchten die zweite Bürgerversammlung wegen der Bebauung rund um das Otto-Wagner-Spital. Wie bei der ersten Versammlung stellten sich auch diesmal die Experten des ins Leben gerufenen Gremiums den Fragen der Bürger.

Bezirk steht hinter den Anrainern

Auf Grund der fortschreitenden Bebauungspläne gab es wieder hitzige Diskussionen rund um das Otto-Wagner-Areal. Penzings Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner sprach sich für eine ernstzunehmende Teilnahme der Bürger ein: „Ich setze mich für eine Nachnutzung mit Bürgereinbindung ein.“

Neue Petition gegen die Baukräne

Gemeinderat Jürgen Czernohorszky sieht einen positiven Trend: „Das Mediationsverfahren hat große Veränderungen gebracht, denn alle verkauften Grundstücke werden rückabgewickelt und bleiben in der Hand der Stadt.“ Nichts desto trotz hat die Bürgerinitiative „Steinhof erhalten“ rund um Gerhard Hadinger eine neue Petition ins Leben gerufen, um das Steinhofensemble zu retten und die Bebauung weiterhin zu verhindern.

Einige Sager aus der Bürgerversammlung:

"Das ist das schönste Spital von Wien und ist denkmalgeschützt."
Peter Scheibenreiter

"Wir kämpfen noch immer um das Weltkulturerbe."
Franz Lerch (Klubobmann Penzing)

"Die Leittragenden sind die Anrainer in der Reizenpfenninggasse."
Bernhard Loibl (Bezirksrat Penzing)

"Ich hoffe, dass die denkmalgeschützten Mauern erhalten bleiben."
Helmut Schauer

"Die denkmalgeschützten Mauern sollen erhalten bleiben."
Andreas Käfer (Expertengremium)

"Die Stadt Wien besitzt 43% der Wohnungen, das ist ein Topwert."
Jürgen Czernohorsky (Gemeinderat)

"Ein Kompetenzzentrum für psychische Erkrankungen muss es in einem Grünraum geben."
Jutta Leth (Fachärztin für Psychiatrie)

"Wir sind das Volk und wir wollen keine Wohnverbauung."
Karl Melber

"Dieses einzigartige weltweite Kulturgut muss erhalten bleiben."
Karl Fälbl

"Dieses Prachtexemplar sollte für klinische und soziale Zwecke genutzt werden."
Bernd Lötsch

"Das Recht geht vom Volk aus. So lautet der erste Artikel der österreichischen Bundesverfassung."
Wolfgang Gerstl
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Karl Schubert aus Penzing | 14.02.2014 | 18:06   Melden
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