04.07.2017, 14:06 Uhr

Baujuwel am Matteottiplatz gerettet

Bezirksvorsteher Franz Prokop: Die Sanierung der Mateottistiege ist fix, die Kosten trägt die Stadt Wien

Die Mateottistiege am gleichnamigen Platz beim Sandleitenhof wird ab Juli generalsaniert.

OTTAKRING. 89 Jahre ist die Matteotti-Stiege alt. Da wird es Zeit für eine Sanierung. Die denkmalgeschützte Anlage samt Brunnen und Terrasse dient als Verbindung zwischen der Gomperzgasse, dem Matteottiplatz und der Liebknechtgasse und muss wegen Baufälligkeit instand gesetzt werden. Derzeit ist nur der linke Treppenaufgang benutzbar, die rechte Stiege ist seit Längerem wegen Gefährdung der Fußgänger gesperrt.

"Der Bezirk bemüht sich seit Jahren um eine Sanierung", so Bezirksvorsteher Franz Prokop. "Da das Ensemble unter Denkmalschutz steht, freut es mich besonders, dass nun die Sanierung startet."

Die Stadt Wien übernimmt die Kosten von 380.000 Euro. Im Zuge der Arbeiten wird die Stahlbetonkonstruktion abgetragen und durch eine neue ersetzt. Abdichtungen, Belege und die Entwässerung werden erneuert und die Schadstellen der mit Naturstein verkleideten Wände repariert.

Da der ganze Unterbau saniert werden muss, wird die Stiege bis voraussichtlich Anfang Oktober komplett gesperrt sein. Während der Sperre ist der Matteottiplatz von der Sandleitengasse aus nur über die Liebknechtgasse erreichbar.

Zur Sache

Die Stiegenanlage Matteottiplatz mit integriertem Brunnen und einer Terrasse wurde im Zuge des Baues des Sandleitenhofes in den Jahren 1925 - 1928 von der Gemeinde Wien errichtet. Sie steht unter Denkmalschutz. Benannt ist sie nach Giacomo Matteotti (1885-1924), einem italienischen Politiker und Gene­ral­sekretär der Partito Socialista Unitario (PSU). Seine Ermordung durch die ita­lie­ni­schen Faschisten im Jahr 1924 gilt als der Beginn der Diktatur Mussolinis. Vom 27. Dezember 1934 bis 1953 hieß der Platz Maulbertschplatz und wurde danach wieder in Matteottiplatz zurückbenannt.
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