09.10.2017, 16:03 Uhr

Causa Bus 45A: Kein Ende in Sicht

Derzeit fährt der Bus zwischen der U3-Station Ottakring und dem Liebhartstal ab 19 Uhr nur noch im Halbstunden-Takt. (Foto: Zinner)

Das Dauerthema 45A ist wieder am Tisch: Der Bezirk kämpft vereint für 15-Minuten-Intervalle.

OTTAKRING. Wer den 45A verpasst, sollte es besser nicht eilig haben: Bis zu 30 Minuten lang muss man nämlich teilweise auf den nächsten Bus ins Liebhartstal warten.
Abhilfe sollen dichtere Intervalle schaffen. Darüber ist man sich im 16. Bezirk einig: Alle Ottakringer Parteien haben sich einstimmig für die Überprüfung einer Testphase mit kürzeren Wartezeiten ausgesprochen. Gefordert wird ein 15-Minuten-Takt bis 23 Uhr.
Initiiert wurde der Antrag von der ÖVP. "Das ist der einzige Bus, der das Liebhartstal versorgt", so Klubobmann Stefan Trittner. Derzeit fährt der Bus zwischen der U3-Station Ottakring und dem Liebhartstal ab 19 Uhr nur noch im Halbstunden-Takt. "Gerade zu dieser Uhrzeit fahren viele nach Hause", so Trittner.

Zuletzt wurden die Intervalle auf Wunsch des Bezirks vor zwei Jahren angepasst. Die Betriebszeiten wurden damals bis kurz vor Mitternacht ausgeweitet. Der Betriebsbeginn am Wochenende wurde auf 6.11 Uhr vorverlegt. Von den aktuellen Vorschlägen hält man bei den Wiener Linien bzw. der Stadt Wien jedoch eher wenig.

Für die zuständige Stadträtin Ulli Sima zahlt sich eine Ausweitung finanziell nicht aus – zu wenige Fahrgäste. Im 15-Minuten-Intervall läge die Auslastung der Busse bei durchschnittlich 15 Prozent, lediglich in der Früh wären es dank der Schüler 60 Prozent, heißt es aus dem Büro. Das bestätigen die Wiener Linien: "Auf der Linie sind nach 19 Uhr nicht mehr als zehn Personen unterwegs. Das entspricht einer Auslastung von 15 Prozent. Also ist weniger als einer von sechs Plätzen besetzt", so die Auskunft. Mehr Fahrgäste seien auch in Zukunft aufgrund der Bebauungsdichte nicht zu erwarten.

ÖVP legt nach

Aufgeben will die ÖVP in der Causa nicht. Trittner setzt mit der Forderung nach Elektrobussen auf der kurzen Strecke sogar noch eins drauf: "Technisch ist das längst machbar. Für die Lebensqualität im Grätzel wären emissionsfreie und noch leisere Busse außerdem ein deutlicher Gewinn. Wir bleiben weiter dran."
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