05.01.2018, 11:05 Uhr

Standort für neuen Fairteiler in Ottakring gesucht

Rund um den Yppenplatz wollen Eva Bauer, Daniela Simon und Jutta Sander (v.l.) Lebensmittel fair teilen.

Gegen Lebensmittelverschwendung: Ottakring sucht nach einem Platz für einen öffentlichen Kühlschrank.

OTTAKRING. Bereits 33 Fairteiler, öffentliche Kühlschränke, in denen Lebensmittel abgegeben und kostenlos entnommen werden können, gibt es in Wien. Jetzt soll diese sozial-nachhaltige Innovation auch nach Ottakring kommen.

Die drei Grünen-Bezirksrätinnen Jutta Sander, Daniela Simon und Eva Bauer wollen ihren Heimatbezirk mit einem Fairteiler ausstatten. Unter dem Motto "Lebensmittel fair teilen, anstatt sie wegzuwerfen" kann dieser öffentliche Kühlschrank mit Lebensmitteln befüllt werden, die nicht selbst konsumiert werden – vom zu viel gekauften Brot über Obst und Gemüse bis hin zu diversen Überbleibseln von Partys und Firmenfeiern. Nach Bedarf können im Fairteiler befindliche Lebensmittel dann von anderen Menschen mitgenommen werden.

Bis jetzt hat sich allerdings leider noch kein passender Standort dafür gefunden.
Nun wollen die drei Bezirksrätinnen die Ottakringer fragen, wo sie so einen Fairteiler am liebsten hätten. Übrigens: Die Infos über den aktuellen Befüllungszustand der Fairteiler gibt’s in einem eigenen Forum auf www.foodsharing.at, wo man rund um die Uhr Updates zu den abgegebenen Speisen findet. Auch die Umwelt profitiert davon, werden doch in Österreich jährlich rund 157.000 Tonnen Lebensmittel unverbraucht weggeworfen – 19 Kilogramm pro Kopf. Schade darum, aber ein gewichtiges Argument für die Fairteiler, so Grünen-Klubobfrau Daniela Simon: "Bezirksvorsteher Franz Prokop hat die Finanzierung des Ottakringer Fairteilers schon zugesichert, den Standort sollen aber die Ottakringer bestimmen."

Fairteiler bringen Kunden

Unternehmen rund um den Yppenplatz können sich einfach an ottakring@gruene.at wenden und sich als Standort bewerben. Betreut und gewartet wird der neue Fairteiler-Kühlschrank vom Verein Foodsharing. Dadurch sind die regelmäßige Reinigung des Kühlschranks sowie eine Kontrolle der eingestellten Waren gewährleistet. Den Strom für den Betrieb der Fairteiler-Kühlschränke müssen die Unternehmen allerdings selbst bezahlen. Dafür gibt es viele neue potenzielle Kunden, die sich zum Beispiel ein Joghurt aus dem Fairteiler abholen und im Geschäft andere Zutaten kaufen, wie die durchwegs positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt haben.

Ideal wäre ein ebenerdiges Geschäftslokal wie zum Beispiel eine Bäckerei, ein Gasthaus oder ein Handwerksbetrieb. Aber auch in Garagen, Vereinslokalen, im Amtshaus Neubau oder in der Volkshochschule Penzing sind die Kühlschränke mit transparenter Glasscheibe bereits zu finden.
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