29.01.2018, 11:47 Uhr

Taybat: Süßes wie aus tausend und einer Nacht

Hisham Hawat betreibt in der Thaliastraße einen Süßwarenladen, der die Herzen von Naschkatzen höher schlagen lässt.

Hisham Hawat verkauft in seinem Geschäft "Taybat" das Beste, das Syrien an Naschereien zu bieten hat.

OTTAKRING. Nicht nur seine Landsleute schätzen das Geschäft in der Thaliastraße. "Ich wollte etwas aus meiner Heimat nach Österreich bringen", erzählt Hisham Hawat. "Es gab bislang in Österreich bei Süßigkeiten nicht die Qualität, die ich aus Syrien kenne."
Das wollte er ändern, denn die Syrer gelten als Meister der arabischen Zuckerbäckerei.

Zuerst hat er Proben importiert und sie Freunden zum Kosten gegeben. Von ihnen hat er nur positives Feedback erhalten. "In Syrien gibt es bei Naschwerk zwei Qualitätsgrade. Bei uns im Geschäft gibt es natürlich nur die beste Ware", so der 27-Jährige. Anfang August 2017 hat er sein Geschäft "Taybat" in der Thaliastraße 66 eröffnet.

Figurbewusst naschen

Zu seinen Kunden zählen Menschen aus aller Welt. "Etwa 30 Prozent von ihnen sind Österreicher – und es werden immer mehr", so Hawat, der 2014 mit seiner Frau Zouhria aus Syrien fliehen musste und davor in Damaskus Wirtschaftswissenschaft studiert hat.
Die Backwaren, die ein Freund in einer Küche in Ottakring herstellt, ähneln denen aus der türkischen Küche. Es gibt neben Baklava auch Spezialitäten wie Nabolsia und Kunafah. Auch Malba, Riegel aus Pistazien und einer Art festem Gelee, sind sehr zu empfehlen.

"Wir verwenden viel weniger Zucker als die türkischen Konditoren. Deshalb sind unsere Backwaren nicht so süß und man kann auch figurbewusster naschen. Außerdem ist alles vegetarisch, einiges sogar vegan", so Hawat. Wer ein besonderes Geschenk sucht, findet hier auch die passende Verpackung dafür: "Alle Süßigkeiten können wir in Holzkisten mit wunderschönen, traditionell-syrischen Mosaiken verpacken."

Gute Mischung

Den Standort hat Hawat bewusst gewählt. "Nicht nur, dass ich in Ottakring wohne, es gibt hier auch eine tolle Mischung aus allen möglichen Nationalitäten", so der Geschäftsmann. Seine beiden Mitarbeiter und er beliefern Restaurants in ganz Österreich. Und wenn alles gutgeht, will der Syrer noch expandieren. "Ich plane weitere Filialen, eventuell in Tirol und in Linz. Aber ich möchte auch nach Deutschland erweitern. Dort gibt es nicht die Qualität, die wir hier anbieten. Auch Filialen in ganz Europa kann ich mir vorstellen."

Nicht nur Naschkatzen kommen im "Taybat" auf ihre Kosten. "Wir haben auch verschiedene würzige, geröstete Nüsse oder Kürbis- und Melonenkerne sowie Sojabohnen. Wir führen an die 25 Sorten", so Hawat. Auch frisch gemahlenen Kaffee gibt es hier. Das "Taybat" hat Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr geöffnet, am Samstag von 9 bis 18 Uhr.
Infos auf www.facebook.com/taybat.firma
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