07.09.2014, 22:10 Uhr

Japanische Schwertkunst in Ottakring

Schulgründer Harada Shinsei
Wien: Jigenryū Iaidō | Seit Anfang September wird Im Turnsaal der Schule in Wien 16, Herbststraße 86a nun wieder die jahrhundertealte, japanische Schwertkunst Iaidō unterrichtet. Praktiziert wird die von HARADA Shinsei gegründete Stilrichtung Jigenryū. Das allgemeine Training findet jeden Montag von 18:30 bis 20:00 Uhr statt. Zunächst wird im Einzeltraining die grundlegende Handhabung des Schwertes geübt, danach werden „Kata“ trainiert, das sind überlieferte Formen, welche bestimmte Kampfsituationen darstellen. Die Abläufe sind vom ständigen Wechsel zwischen Spannung und Entspannung, Ruhe und Aktion, sowie von häufigem Rhythmuswechsel geprägt, korrekte Körperhaltung und Atmung spielen eine wesentliche Rolle. Fortgeschrittene üben darüber hinaus auch mit Partnern, und gelegentlich werden Schneidetests mit scharfen Klingen durchgeführt.

Die eigentliche Lehre, das Iaidō, geht aber weit über diese, „Iaijutsu“ genannten, technischen Fertigkeiten hinaus. Entwickelt werden sollen vollkommene Präsenz und Achtsamkeit, aber auch entschlossenes Handeln. Höflichkeit und angemessenes, respektvolles Verhalten sind ohnehin integraler Bestandteil der verschiedenen japanischen Künste, und alles zusammen sind Eigenschaften, welche zweifellos auch im Alltag des 21. Jahrhunderts von hoher Bedeutung sind. Denn, wie es so treffend heißt: „Der Sieg muss errungen sein, noch ehe das Schwert die Scheide verlässt“.

Zum Üben genügt anfangs einfache, bequeme Trainingskleidung (ohne Schuhe), sowie ein Holzstab, wie er im Turnsaal ohnehin vorhanden ist.

Weitere Informationen unter http://jigenryu.org
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