Protest
Gegenwind für Bau im Grätzel

In der Kendlerstraße 35–37 protestierte eine Bürgerinitiative gegen die geplanten Wohnbauten.
  • In der Kendlerstraße 35–37 protestierte eine Bürgerinitiative gegen die geplanten Wohnbauten.
  • Foto: Yvonne Brandstetter
  • hochgeladen von Sophie Brandl

In der Kendlerstraße 35–37 sollen voraussichtlich zwei neue Gebäude errichtet werden. Die Anrainer fürchten, dass ihr Grätzel zu dicht bebaut wird.

PENZING. Derzeit ist das Gelände für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da das Grundstück in Privatbesitz ist. Grundeigentümer ist die Logos Immobilien GmbH. Für die Zukunft sind dort 40 bis 50 Wohnungen, Parkplätze und eine Grünfläche geplant. 

Protest wegen Umbau

Eine Bürgerinitiative protestiert gegen den Bau der Wohnungen und will stattdessen eine ausgiebige Grünfläche. "Das Grätzel in Breitensee hat einen schönen und eigenen Charakter", sagt Initiator Gernot Bleier. Er setzt sich gemeinsam mit anderen Interessenten für den Erhalt der Grünfläche ein. "Es wäre auch eine Möglichkeit, die Objekte, die bereits dort sind, einfach zu ändern und das Areal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen", schlägt Bleier vor.

Er befürchtet durch den Bau einen Dominoeffekt, wodurch es zu mehr Gebäuden und weniger Grünflächen kommen könnte. Zusätzlich wird über den Bau von Hochhäusern spekuliert. "Davon ist man jedoch weit entfernt", sagt Klaus Wolfinger, der Projektkoordinator. Man orientiere sich lediglich an Gebäuden in der Nähe. Darunter befindet sich eines, das in die Bauklasse 5 fällt, zu der auch Hochhäuser gezählt werden. Wolfinger möchte mit der großen Fläche eine öffentliche Nutzung bieten.

Fakten zum Projekt

Bis voraussichtlich 2021 werden in Kooperation mit der Logos Immobilien GmbH zwei neue Wohnbauten, die von einem Park umgeben sind, auf der besagten Fläche entstehen. Insgesamt sollen 30 Prozent des Grundstücks bebaut und öffentlich zugänglich werden. Südlich der U3-Station Kendlerstraße wird es auch einen Park zur Erholung geben.

Bewohnertreffen

Vorschläge für die Gestaltung des Grundstücks gab es auch von den Bürgern. Etwa 40 Grätzel-Bewohner haben sich am 15. November 2018 getroffen und an einem Workshop teilgenommen. Dabei wurden gemeinsam mit Experten neue Ideen dazu entwickelt, wie die Fläche am besten genutzt werden könnte. Die Teilnehmer haben den Fokus auf viele Grünflächen und Bäume sowie Trinkbrunnen und Wasserflächen gelegt.

Außerdem wurde der Wunsch geäußert, für Kinder und Jugendliche Spiel- und Fitnessgeräte zu installieren. Für die neuen Wohngebäude wünschen sich die Anrainer ein Café oder eine kleine Bäckerei. Die Wünsche der Bewohner fließen in die Planung ein.

Für Wolfinger ist klar, dass die Fläche in Zukunft zu einem Treffpunkt der Grätzel-Bewohner und Anrainer werden soll. Die nicht bebauten Flächen auf dem Bauplatz sollen für die Allgemeinheit begehbar sein und ihr zur Verfügung stehen.

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