Street Art von "Calle Libre"
Kunst an kahlen Mauern

Auf der Rückseite des Parkhauses am Westbahnhofgelände befindet sich diese große, künstlerisch gestaltete Mauer.
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  • Auf der Rückseite des Parkhauses am Westbahnhofgelände befindet sich diese große, künstlerisch gestaltete Mauer.
  • hochgeladen von Fanny Holter

Bei Street-Art und Graffiti scheiden sich die Geister: Für die einen ist es Kunst, die anderen halten nicht viel davon. Der von Jakob Kattner gegründete Verein "Calle Libre", zu Deutsch "Freie Straße", setzt sich dafür ein, Street-Art als Kunstgattung zu etablieren. Das Motto des Vereins: "Die Straße gehört uns allen."

RUDOLFSHEIM. Im August werden auch in Rudolfsheim-Fünfhaus heimische und internationale Künstler eine ganze Hauswand zu einem riesigen Kunstwerk machen. Im Rahmen der Festivalwoche "Calle Libre 2019" wird in Kooperation mit den ÖBB auf dem Gelände des Westbahnhofs eine Mauer verschönert. Alle von dort abfahrenden Züge werden dann an dem Kunstwerk vorbeifahren. Den Fahrgästen wird damit die Abreise sicherlich ein Stück weit verschönert werden.

Außerdem ist der Verein zurzeit auf der Suche nach freien Mauern. Wer also ein Haus besitzt oder jemanden kennt, der eines besitzt und das eine öffentlich gut sichtbare Mauer hat, vor der eine Hebebühne aufgestellt werden kann, kann sich beim Verein melden.

Wien bunter machen

Jakob Kattner hat Bildende Kunst, Kulturwissenschaften und Philosophie studiert und ist Künstlerischer Leiter und Obmann des Vereins "Calle Libre". Diesen hat er 2014 gegründet, nachdem er in Lateinamerika zu urbaner Kunst geforscht hatte. Der Verein fördert die Zusammenarbeit lateinamerikanischer und österreichischer Künstlerinnen und Künstler und hat den "Anspruch, die Stadt Wien bunter zu machen", erzählt Kattner. Neun Personen engagieren sich ehrenamtlich für den Verein und organisieren das jeden Sommer stattfindende Festival. Die bisherigen Gastkünstler waren unter anderem aus Brasilien, Portugal, Frankreich, Deutschland, Uruguay und Argentinien.

Wer sich selbst ein Bild von den kreativen und vielseitigen Kunstwerken im öffentlichen Raum machen möchte, kann sich schon jetzt bei einem entspannten Spaziergang der Wiener Freiluftkunst widmen. Ein Porträt von Egon Schiele befindet sich zum Beispiel in der Wiedner Hauptstraße. In der Gumpendorfer Straße 54 findet man Street-Art von Medianeras Murales aus Argentinien. In der Westbahnstraße 40, im Hof der Fotogalerie "WestLicht", ist ein Werk des Künstlers Saddo aus Rumänien zu sehen. Und zuletzt, vor wenigen Tagen, wurde eine ganze Mauer am Lerchenfelder Gürtel in Ottakring bemalt. Alle Infos dazu gibt es auf www.callelibre.at und auf www.facebook.com/callelibrevienna

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