soziale Unternehmen
"arbeit plus" - Der passende Job für jeden

Martina Könighofer (l.) und Schifteh Hashemi sehen soziale Unternehmen als die Unternehmensform der Zukunft.
  • Martina Könighofer (l.) und Schifteh Hashemi sehen soziale Unternehmen als die Unternehmensform der Zukunft.
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

"arbeit plus" ist seit 30 Jahren ein Netzwerk gemeinnütziger, arbeitsmarktpolitischer Unternehmen.

RUDOLFSHEIM. Digitalisierung, Automatisierung, Zwölf-Stunden-Tag: Schlagworte, die bei immer mehr Menschen Zukunftsängste auslösen. Doch in Rudolfsheim ist ein Verein aktiv, der zum einen Langzeitarbeitslosen beim Wiedereinstieg in den Job hilft und zum anderen für eine neue Art des Wirtschaftens und Arbeitens eintritt. "arbeit plus" heißt der Verein, der zigtausenden Menschen ihre Zukunftssorgen ein Stück weit nimmt.

"arbeit plus" ist ein Netzwerk aus sozialen Unternehmen, das Jobs, Beratung und Qualifizierung in fast allen Branchen anbietet. Diese Unternehmen haben sich dazu entschlossen, nicht die klassischen 40-Stunden-Jobs für gesunde, bestens ausgebildete Menschen anzubieten. Denn manche Menschen sind gesundheitlich nicht dazu in der Lage, "normal" zu arbeiten, oder müssen erst wieder langsam in ein geregeltes Arbeitsleben zurückfinden. Die Unternehmen in dem Netzwerk wissen das und bieten diesen Menschen Unterstützung und ein wertschätzendes Umfeld an.

Soziales Netzwerk: Arbeit für Tausende

Rund 30.000 Personen werden pro Jahr auf diesem Weg in ganz Österreich vermittelt. "Die meisten Unternehmen sind schon seit vielen Jahren in unserem Netzwerk", erzählt Schifteh Hashemi, stellvertretende Geschäftsführerin des Netzwerks. Auch das AMS zahlt eine Förderung an Unternehmen, an die etwa Langzeitarbeitslose vermittelt werden. "Wir sind die Interessenvertretung der Menschen und das Netzwerk für die Unternehmen", so Hashemi. Rund 100.000 Menschen werden pro Jahr in ganz Österreich beraten. Die Themen: Beruf, Arbeitsmarkt, Schulden, Wohnungslosigkeit, Suchterkrankungen und gesundheitliche Einschränkungen.

Top-Job-Sharing - die Alternative für eine neue Arbeitswelt

"Viele Unternehmen wollen tolle Fachkräfte, bieten aber nicht die nötigen Rahmenbedingungen für sie an. Sie müssen anfangen, breiter zu denken", kritisiert Martina Könighofer, die bei "arbeit plus" für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Eine Vollzeitstelle im Management könne etwa im sogenannten Top-Job-Sharing geteilt werden. Denn gerade im Management sei das oft eine 60-Stunden-Position. Das bedeutet, dass dann zwei Personen zu je 30 Stunden pro Woche arbeiten. "Trotzdem muss das existenzsichernde Arbeit sein. Das sind Modelle, die man andenken muss", so Könighofer. Auch für gesundheitlich eingeschränkte Personen müsse es mehr Möglichkeiten geben. Man müsse beachten, was sie körperlich schaffen können. "Solche Menschen gibt es zu Hunderttausenden. Darauf muss die Wirtschaft reagieren."

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