Dritter Anschlag auf Ausstellung
Gesichter der Holocaust-Überlebenden in Stücke geschnitten

Zum wiederholten Male geschändet: Die Porträtfotografien der Holocaust-Überlebenden am Ring.
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  • Zum wiederholten Male geschändet: Die Porträtfotografien der Holocaust-Überlebenden am Ring.
  • Foto: Luigi Toscano
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

Innerhalb weniger Tage wurde die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ des deutsch-italienischen Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano zum wiederholten Male zerstört. Heute findet eine Mahnwache statt.

WIEN. Zuerst waren es Hakenkreuze, die jemand in einer Nacht- und Nebelaktion über die Gesichter der Überlebenden des Holocausts geschmiert hatte, nun wurden unzählige der Porträtfotografien in Stücke geschnitten.

„Ich bin einfach nur sprachlos, schon wieder gab es ein Anschlag auf meine Bilder. Österreich was ist los mit dir????
Weder die Polizei noch das Österreichische Innenministerium sind in der Lage Schutz zu leisten.“, schreibt der Fotograf auf seiner Facebook-Seite.

"Luigi Toscano stellt mit Gegen das Vergessen großformatige Portraits von Holocaust-Überlebenden öffentlich aus. Soweit ich das verfolge seit Jahren ohne Probleme. Jetzt kam es kurz hintereinander zu zwei Anschlägen, Hakenkreuze und zerschnittene Gesichter. Österreich 2019", schreiben entsetzte Fans des Künstlers auf Facebook.

Die Schau ist direkt auf der Ringstraße vor dem Heldenplatz platziert. Schon bei den ersten Attacken war die Empörung groß, die Organisatoren schockiert. ESRA sprach damals von einem „antisemitischen und respektlosen Akt der Zerstörung“. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Bürgermeister Ludwig bei Mahnwache "Gegen das Vergessen"

Das Projekt des italienischen Künstlers, Luigi Toscano, das mehr als 300 Überlebende porträtiert wurde in mehreren Städten in Europa und den USA ausgestellt. Nur in Wien gab es bisher mehrere Anschläge auf die Ausstellung. Nun wurde eine Mahnwache einberufen, die heute um 20 Uhr beginnt.

Ablauf:
19.30 Uhr: Treffpunkt
20.00 Uhr: Rede Bürgermeister Michael Ludwig
20.30 Uhr: Rede Landtagspräsident Ernst Woller
21.00 Uhr: Rede Stadtrat Peter Hacker
22.00 Uhr: Rede Rektor Andi Mailath

"Rücken wir die Überlebenden und ihr Schicksal noch stärker ins öffentliche Bewusstsein und setzen wir ein sichtbares Zeichen", lassen die Organisatoren der Mahnwache dazu auf Facebook wissen.

Autor:

Elisabeth Schwenter aus Penzing

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