Tataren beflügeln die Wiener Wirtschaft

Johann Gudenus, R. Minnichanow und F. Stermann (v.l.).
  • Johann Gudenus, R. Minnichanow und F. Stermann (v.l.).
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  • hochgeladen von Andreas Edler

Eine Wirtschaftsdelegation unter Leitung von Wiens Vizebürgermeister Johann Gudenus bereiste Tatarstan.

WIEN/MOSKAU. Im Rahmen eines Treffens in der Hauptstadt Kasan mit dem tatarischen Präsidenten Rustam Minnichanow, seinen Ministern, dem Tourismuskomitee und der Vizebürgermeisterin von Kasan führten Gudenus und seine Begleiter konstruktive Gespräche. Im Fokus standen die Intensivierung der Handelsbeziehungen und die Steigerung des Tourismus. Immerhin erfreut sich Wien bei den Reisenden Tatarstans größter Beliebtheit. Kasan wiederum arbeitet am Ausbau des eigenen Tourismus und gilt nach Moskau, St. Petersburg und Sotschi als das russische Reiseziel der Zukunft.

Wie ist diese Reise heimischer Wirtschaftstreibender unter Führung des Wiener Vizebürgermeisters zu vertreten? Hat doch die Europäische Union just Ende des Vorjahres die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland um ein weiteres halbes Jahr verlängert. "Es ist kein Geheimnis, dass ich vehementer Gegner dieser Sanktionen bin. Russland – immerhin das größte Land Europas – hat bereits nach dem Sturz des kommunistischen Regimes auf die Unterstützung des Westens gehofft. Was ist tatsächlich geschehen? Die Russische Föderation stieß auf Unverständnis und Misstrauen", betont Johann Gudenus. Außerdem sehe er einen Teil seines Jobs als Vizebürgermeister darin, Brücken für Wien zu bauen. Und so wurden vergangene Woche in Tatarstan nicht nur weitere interessante Handelsbeziehungen geknüpft, sondern auch ein Gegenbesuch des tatarischen Präsidenten vereinbart. Dieser outete sich als großer Wien-Fan, nachdem er bereits einige Male in Österreich zu Gast war.

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