23.09.2014, 11:14 Uhr

Parksheriffs

Sie sind unerbittlich und schreiben unermüdlich. Die Parksheriffs. Sie lauern manchmal hinter einem Baum oder hinter einem großen Wagen, um plötzlich wie aus dem Nichts aufzutauchen. Neulich hat einer bereits auf mich gewartet, während ich mein Auto eingeparkt habe. Lächelnd neben meinem Fenster postiert, hat er mich beobachtet. Als ich ausgestiegen bin, wollte er wissen: „ Na, ordnungsgemäß den Parkschein ausgefüllt?“. Ich wollte mich nicht mit ihm unterhalten. Das hat ihn irgendwie geärgert.

Ja, ja, ich weiß. Es ist ein Job wie jeder andere auch. Naja, sagen wir mal, wie andere unangenehme auch. Doch ich stelle immer wieder fest, und mit dieser Ansicht bin ich angeblich nicht alleine, dass es leidenschaftliche Parksheriffs gibt und solche, die menschlich bleiben. Und die nicht bereits eine Minute nach abgelaufener Zeiteinheit das beliebte Ticket zücken.

Ich gehöre, wie unschwer zu erkennen, der Sorte Wienerin an, die unsere Art der Parkraumbewirtschaftung nicht sonderlich schätzt. Es ist mir unendlich mühsam zu checken, ob ich mich nun in einer sogenannten Überlappungszone befinde oder nicht. Es stresst mich, jedes Mal wenn ich meine Eltern oder Freunde besuchen will, darauf zu achten, ob ich überhaupt genug Parkscheinmunition vorrätig habe. Aber es hilft ja eh nichts. Also werde ich gleich wieder zur Trafik eilen, um die netten 15 Minuten-Gratis-Halte-Parkscheine zu holen. Denn die erleichtern unser Parkdasein ungemein. Danke!
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Alfred Kafka aus Penzing | 23.09.2014 | 16:56   Melden
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