30.10.2017, 13:34 Uhr

Penzing: Der Feilplatz braucht mehr Farbe

Wirklichkeit und wie schön es werden könnte: Grünen-Chef Kilian Stark am Feilplatz.

Kunst statt Schmierereien: Das will eine Initiative, um das Platzerl bei der U3-Station Hütteldorfer Straße zu verschönern.

PENZING. Veränderungen im öffentlichen Raum sind oft schwieriger als anfangs gedacht. So auch am Feilplatz direkt beim hinteren Ausgang der U3-Station Hütteldorfer Straße. Seit 1998 hält unter dem kleinen Platzerl an der Breitenseer Straße die U3. Der Aufgang braucht natürlich auch einiges an Raum. Ansonsten gibt es mit den zwei hässlichen Lüftungstürmen für die U-Bahn, umrahmt von einer Mauer mit einem Zaun, noch ein grünes Fleckerl. Die Fläche gehört den Wiener Linien. Die grauen und beschmierten Türme sind den Bezirkspolitikern schon länger ein Dorn im Auge.

Nach zwei Jahren Diskussion wurde im September eine lange, bunte Bank als Chill-out-Zone am Feilplatz aufgestellt. Insgesamt 14.100 Euro hat der Bezirk investiert. Der Wunsch bestand schon länger, immerhin hat bereits 2015 die damalige Grünen-Klubobfrau Elisabeth Holzer den ersten Antrag dazu gestellt. Auch das Kinder- und Jugendparlament hat sich 2014/15 dafür ausgesprochen, hier einen Platz ohne Konsumzwang zu schaffen. 100-prozentig glücklich ist der derzeitige Grünen-Chef Kilian Stark aber nicht: "Es ist etwas passiert, aber es geht noch mehr." Übrigens: Positiv sieht Stark, dass die Wiener Linien vor Kurzem neben den Türmen Sträucher gepflanzt haben.

Verschönerung durch Bilder

Die verschiedenen Zuständigkeiten – also teilweise Stadt Wien, teilweise Wiener Linien – machen Entscheidungen nicht einfach. In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung wurde jetzt ein neuer Anlauf für eine Verschönerung gemacht. Die Grünen haben einen Antrag zur künstlerischen Gestaltung der Lüftungstürme am Feilplatz gestellt. Vorreiter für die Verschönerung notwendiger Dinge wie Verteilerkästen und mehr ist übrigens das deutsche Potsdam. Dort lassen die Stadtwerke auf ihren Gebäuden und anderen Dingen Kunstwerke anbringen, was nicht nur den Anrainern gefällt, sondern in erster Linie als Gegenmittel zu Schmierereien gedacht war – mit Erfolg.

Ob sich solche Lösungen auch in Penzing verwirklichen lassen, wird jetzt geprüft. Der Antrag geht an das Büro von Stadträtin Ulli Sima.
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