29.09.2014, 20:27 Uhr

Bildung am Abstellgleis?__Warum verblödet Österreichs Jugend?

Schule des Lebens - Lebensschule
Bildung am Abstellgleis?__Warum verblödet Österreichs Jugend?


Fast jeder vierte Schüler kann nicht lesen
Die PISA-Studie hat erneut gezeigt, dass Schüler in Österreich Schwierigkeiten beim Lesen haben. Die Zahl der sogenannten Risikoschüler ist dieses Mal noch höher als bisher: Demnach können 28 % der 15/16-Jährigen nicht sinnerfassend lesen, bei den Burschen sind es gar 35 %

Fast jeder zweite Schüler kann nicht rechnen
Nur knapp mehr als die Hälfte der 14-Jährigen – nämlich rund 58 Prozent – erreichte die geforderten Mindeststandards in Mathematik.
Das heißt: Rund 43 Prozent der Schüler beherrschen das, was sie laut Lehrplan können sollten, nur teilweise oder gar nicht.

Die Ursachen dazu:
Eltern sind - zumTeil Berufsbedingt, nicht immer in der Lage, ihre Kinder liebevoll zu betreuen. Eine wichtige Funktion in der Gesellschaft ist, dass die Jugend am Beispiel und Vorbild durch die Eltern lernt, wie man sich (und in Rücksicht zu Mitmenschen) in der Alltagswelt zurecht findet.
Und in Folge sollten dann Kindergarten, Vorschule und Pflichtschule diese Funktion übernehmen.

Lehren und Lernen:
Dazu gehören immer zwei: der animierende Lehrer und der (zum Lernen) motivierte Lernende.

Zur Illustration dazu zwei Beispiele:
Ich hatte in der Hauptschule zwei gute Lehrer. Den einen in Deutsch, den anderen in Religion. Was taten die beidenzu unserer Aufmerksamkeit? Sie erzählten oder lasen uns Geschichten vor, die fernab vom zu unterrichteten Fach waren. Wir lauschten gebannt. Und so nebenbei flossen dann die fachlich relevanten Sachen so ganz beiläufig ein. Ja, das waren eben begnadete Pädagogen, die es verstanden, Neugierde und Interesse in uns Schülern zu erwecken.
Später, in der Berufsschule gabs dann ein eher neg. Beispiel. Der Vortragende merkte, dass unsere Aufmerksamkeit am Tiefpunkt war. Er hatte einen Hang zur Selbstironie und sprach im breiten Dialekt: "Burschen, i waas, das ihr eich fadisierts, oba i kanns eich net besser vermitteln. Steckts eich Blunznsteckerln vur die Augn, damits ma net einschlafts - und learnst des auswendig, wos eich net merkts". Ansonsten war er sehr menschlich und Weltoffen.
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Eva Klingler aus Kufstein | 09.10.2014 | 07:59   Melden
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