Energiewende
Wärmepumpe als Heizung mit Zukunft

Mehr als die Hälfte aller 2019 in Oberösterreich neu errichteten Gebäude verwenden eine Wärmepumpe, bei den neu errichteten Einfamilienhäusern beträgt der Anteil sogar 85 Prozent. (Quelle: Statistik Austria)
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  • Mehr als die Hälfte aller 2019 in Oberösterreich neu errichteten Gebäude verwenden eine Wärmepumpe, bei den neu errichteten Einfamilienhäusern beträgt der Anteil sogar 85 Prozent. (Quelle: Statistik Austria)
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Michael Baminger, Geschäftsführer der Energie AG Vertrieb GmbH, im Interview über Wärmepumpen, Förderungen für Umsteiger und hinfällige Vorurteile. 

Wie verbreitet sind Wärmepumpen im Neubau in Oberösterreich?
Baminger:
Die Wärmepumpe ist die klare Nummer 1: 52 Prozent aller 2019 in Oberösterreich neu errichteten Gebäude verwenden eine Wärmepumpe, bei den neu errichteten Einfamilienhäusern beträgt der Anteil sogar 85 Prozent. (Quelle: Statistik Austria)

Auch im industriellen Bereich geeignet

Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?
Wärmepumpen haben ein breiteres Einsatzgebiet, als vielen bekannt ist: Mit einer Heizungs-Wärmepumpe kann man nicht nur heizen und Warmwasser bereiten, sie ist auch für die Raumkühlung geeignet. Daneben gibt es noch Brauchwasser-Wärmepumpen: Sie dienen der Warmwasserbereitung. Wärmepumpen zählen zu den saubersten und effizientesten Heizsystemen, weil sie die Umgebung als Wärmequelle verwenden. Zu den bekanntesten Arten zählen Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser.
Luft-Wasser-Wärmepumpen nehmen die Energie aus der Außenluft auf, während Sole-Wasser-Wärmepumpen sie aus dem Erdreich gewinnen. Bei der Wasser-Wärmepumpe wird das Grundwasser zur Energiegewinnung angezapft. 

Mit Großwärmepumpen kann die Technologie übrigens auch im industriellen Bereich, im Gewerbe oder bei Kommunen genutzt werden. 



"Grundsätzlich ist die Wärmepumpe nicht nur für den Neubau, sondern auch bei Sanierungen bestens geeignet", weiß Michael Baminger.
  • "Grundsätzlich ist die Wärmepumpe nicht nur für den Neubau, sondern auch bei Sanierungen bestens geeignet", weiß Michael Baminger.
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Welche Art ist für welche Anwender/Bedürfnisse geeignet?


In jedem Fall ist die Wärmepumpe ein sauberes und sehr komfortables Heizsystem mit einem breiten Einsatzgebiet von Heizen über Kühlen bis hin zur Warmwasserbereitung. Welche Technologie am besten zum Einsatz kommt, richtet sich nach den regionalen Gegebenheiten. Grundsätzlich ist aber die Wärmepumpe nicht nur für den Neubau, sondern auch bei Sanierungen bestens geeignet. 
Die großen Vorteile für die Kunden sind der hohe Komfort, die Umweltfreundlichkeit und die niedrigen Betriebskosten.

 Außerdem ist die Wärmepumpe der Zugang zur Energiezukunft. Die Energie AG hat speziell für Kunden mit einem Smart Meter und einer geeigneten Wärmepumpe ein eigenes Strompreisangebot entwickelt. Bei Heimvorteil Smart flex orientiert sich der Energiepreis täglich neu nach dem aktuellen Strompreis an der europäischen Strommarktbörse. Die Wärmepumpe erkennt die günstigen Preiszonen automatisch und steuert den Betrieb in Abstimmung mit anderen Faktoren wie Raum- und Außentemperatur entsprechend. Nach oben hin deckeln wir das Risiko. Ist der Strom an der Börse in manchen Stunden gratis, ist er das auch für unsere Kunden – ganz automatisch.

Das Vorurteil, dass Wärmepumpen nur für den Neubau geeignet sind, ist längst hinfällig.

Stichwort Ölheizungs-Verbot: Sind Wärmepumpen mittlerweile auch im Altbestand eine Alternative?
Das Vorurteil, dass Wärmepumpen nur für den Neubau geeignet sind, ist längst hinfällig. Auch in un- oder nur teilsanierten Gebäuden funktionieren Wärmepumpen zuverlässig und haben niedrigste Betriebskosten. Dies sehen wir in der Praxis bei unseren Abrechnungen, aber auch bei aktuellen Feldtests und Messungen renommierter Institute wie dem Frauenhofer ISE. Der Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur zeigt, dass Wärmepumpen auch im Vollkostenvergleich immer zu den günstigsten Heizungssystemen zählen. Wärmepumpen sind eine gute Wahl im Neubau und auch beim Heizungstausch.

Förderungen für Ersatz fossiler Heizungssysteme

Welche Förderungen gibt es?

Vom Bund wird mit „Raus aus Öl“ der Ersatz eines fossilen Heizungssystems durch eine klimafreundliche Technologie im privaten Wohnbau gefördert. Die Förderung beträgt bis zu 5.000 Euro. Es können maximal 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten gefördert werden. Auch das Land Oberösterreich unterstützt den Tausch einer fossilen Heizanlage auf eine Wärmepumpe mit bis zu 2.800 Euro. 


Die Energie AG hat im Zuge der Raus aus Öl-Aktion ihre Förderungen für den Tausch eines veralteten Heizsystems gegen eine Wärmepumpe erhöht: Für die Heizungs-Wärmepumpe im sanierten Gebäudebestand 500 Euro + den Raus aus Öl Bonus in der Höhe von 250 Euro. Für die Heizungs-WP im unsanierten Gebäudebestand 750 Euro + den Raus aus Öl Bonus in der Höhe von 250 Euro. Zusätzlich zur Förderung der öffentlichen Hand, das heißt, Kunden bekommen zwischen 750 und 1.000 Euro extra.

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