Leserbrief
"Landesbudget 2022 – In Bildung für Kinder investieren"

Leserbrief von Martin Kraschowetz, St. Georgen an der Gusen, 
Vorsitzender der Kinderfreunde Mühlviertel
Betrifft: Der oberösterreichische Landtag beschließt das Budget fürs Jahr 2022

Es ist Zeit fürs Budget 2022 in Oberösterreichs Landtag. Wir fordern die Oö. Landesregierung einmal mehr auf, verstärkt in den Kinderbildungs- und betreuungsbereich zu investieren. Jeder Cent, der in Kinderbildung gesteckt wird, kommt in Zukunft tausendfach zurück. Darüber hinaus haben sich die MitarbeiterInnen in den Kindergärten bessere Rahmenbedingungen für ihre wertvolle Arbeit verdient.

Wo bleibt der Rechtsanspruch der Familien auf einen Kinderbetreuungsplatz? Was ist mit dem Ausbau der Öffnungszeiten, um für mehr Flexibilität zu sorgen? Warum müssen immer noch 23 Kinder und mehr von nur zwei PädagogInnen betreut werden? Wo bleiben die sicheren und langfristigen Investitionen in diesen Bereich? Oberösterreich ist nach wie vor Schlusslicht bei den flächendeckenden Angeboten der Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen. Die Öffnungszeiten sind teilweise nicht mit den tatsächlichen Arbeitszeiten der Familien kompatibel. Dieser Tatsache sollte sich die schwarz/blaue Landesregierung im Klaren sein und rasch gegensteuern. Denn die Leitragenden sind die Familien, die Kinder und auch das Personal, das sich mehr Wertschätzung verdient.

Familien brauchen gerade in Zeiten wie diesen Planungssicherheit und jedes Kind hat Anspruch auf die besten und individuellen Förderungen. Um all das gewährleisten zu können, müssen sich die verantwortlichen PolitikerInnen endlich dazu bekennen, den Finanzfluss in diesem Bereich ordentlich zu erhöhen. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass in Oberösterreich die Nachmittagsgebühr im Kindergarten abgeschafft werden muss. Diese Kosten können locker aus öffentlicher Hand gestemmt werden. Alle Familien müssen die gleichen Voraussetzungen für eine bestmögliche Betreuung ihrer Kinder haben. Es darf nicht von der Geldbörse der Eltern abhängen, oder gar von der Tatsache, ob es im Ort überhaupt einen Platz für das Kind gibt. Erhebungen zeigen klar, dass seit der Einführung der Kindergarten-Gebühr, Kinder vom Nachmittag abgemeldet wurden und in Folge ganze Gruppen nachmittags geschlossen wurden. Es braucht jetzt Investitionen in die Kinderbildung und einen Fokus auf die Bedürfnisse der Familien in Oberösterreich.

Martin Kraschowetz, St. Georgen an der Gusen

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