Mobbing-Telefon der Betriebsseelsorge der Diözese Linz

Karl-Heinz Hellinger, Mobbingreferent der Diözese Linz, 07722/65632
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Gute Arbeit und gutes Leben sind gestaltbar. Was aber, wenn die Möglichkeit eines guten Arbeitens beschnitten oder zunichtegemacht werden, wenn die tägliche Arbeit zur Tortur wird, weil der oder die Vorgesetzte nicht gewillt ist, für gute Rahmenbedingungen zu sorgen?

Vorgesetzte tragen Verantwortung für das Leben und die Gesundheit der Mitarbeiter. Sie haben ihre Macht verantwortungsvoll einzusetzen und im Rahmen ihre Fürsorgepflicht gute Arbeitsbedingungen herzustellen und zu wahren.

Am längeren Ast?
Die Umstände, unter denen ein Mensch sein Brot verdient, prägen das gesamte Leben. Wer allerdings vom Chef drangsaliert wird, hat wenig Chance zu entkommen. So ergeht es auch einer Arbeitnehmerin Anfang 40. Bis vor einem halben Jahr war ihre (Arbeits-)Welt noch in Ordnung. Seit mehreren Jahren arbeitet Frau O. als Reinigungskraft. Angefangen hatte sie über eine Leasingfirma, nach einiger Zeit wurde sie in die Belegschaft übernommen. Eigentlich waren die ersten Jahre gut. Jetzt jedoch sagt sie: „Die Chefin sitzt mir auf“. Bei der Ausgabe der Arbeitshandschuhe sind des öfteren für sie gerade keine da. Ihr wird immer wieder unterstellt, nicht ordentlich zu putzen, Lokalaugenscheine auf ihre Bitte hin werden aber verweigert.

Demütigung und unfaire Behandlung
Keine Woche vergeht, ohne dass ihre Vorgesetzte lautstark wird, sie demütigt, sie unfair behandelt. Der Druck der Chefin auf sie ist groß. Frau O. bekommt keine Möglichkeit, ihre Sichtweise darzulegen, insgesamt hat sie den Eindruck, die Vorgesetzte will sie weg haben. Frau O. hat sich schon um Unterstützung im Betrieb umgesehen, die Chefin hat jedoch Rückendeckung bis ganz oben. Was nun?

Unterstützung von außen
Frau O. hat sich um Unterstützung von außen umgesehen und das Mobbingtelefon der Betriebsseelsorge angerufen. Die Mobbing-Berater haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Arbeitnehmer, die unter einem schlechten Arbeitsklima leiden, die von Vorgesetzten bedrängt oder in Konfliktfällen nicht unterstützt werden. In einer vertraulichen Telefonberatung werden gemeinsam Möglichkeiten und Wege für den nächsten Schritt zu einer Veränderung der Situation gesucht.

Mobbing-Telefon
Die Beratung hilft die eigenen Gefühle zu klären, ermutigt, stärkt und unterstützt. Ein anderen Blick auf die Verhältnisse hilft, die Möglichkeiten einer Veränderung auszuloten. Frau O. hat durch die Beratung am Mobbing-Telefon Wege gefunden, wie sie sich besser gegen die Angriffe der Vorgesetzten schützen kann. Mit Unterstützung von Kollegen und dem Betriebsrat wird sie faire Umgangsweisen einfordern.

Kontakt
Die Betriebsseelsorge der Diözese Linz steht für „Gute Arbeit“ und unterstützt Menschen mit einer vertraulichen, anonymen und kostenlosen Erstberatung am Mobbingtelefon unter der Nummer 0732/7610-3610, jeweils am Montag von 17 bis 20 Uhr.

Autor:

Michael Köck aus Perg

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