Sport als Medizin
Wer rastet, rostet: Sport tut Körper und Geist gut

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Schwimmen trainiert sämtliche Muskelgruppen und schont dabei Gelenke und Rücken. Korrekte Technik ist aber wichtig.

PERG. Dass Bewegung gesund ist, steht längst außer Frage. Eine Sportart, die bei Menschen aller Altersgruppen beliebt ist: Schwimmen. Der Körper fühlt sich im Wasser beinahe schwerelos an. Die – im Idealfall – mühelose Bewegung fordert den Körper trotzdem: "Beim Schwimmen werden sämtliche Muskelgruppen trainiert", weiß Josef Diwold, Betreuer des Schwimmteams der Wasserrettung Perg. "Es ist besonders gelenkschonend und auch geeignet für Menschen, die sich mit anderen Sportarten schwer tun. Weil wir im Wasser nur ein Siebtel unseres Körpergewichtes tragen müssen, ist Schwimmen ideal für Menschen mit Übergewicht oder Rückenproblemen. Schwimmen ist außerdem ein gutes Herz-Kreislauf-Training. Nebenbei kann man auf gesundem Weg das Körpergewicht reduzieren."

Richtige Technik entscheidend

Heutzutage lernen die meisten Kinder das Schwimmen im Schulalter. Doch für Erwachsene liegen die Übungs-Einheiten oft schon lange zurück. "Bevor man ins regelmäßige Training einsteigt, wäre ein Schwimmkurs empfehlenswert", meint Diwold. "Dort wird die richtige Technik erlernt – das erleichtert das Schwimmen. Dann steht nichts mehr im Wege, mehrere Trainingseinheiten pro Woche zu absolvieren." Kraul, Delphin, Brustschwimmen – welcher Stil sollte es sein? "Wenn man ihn technisch richtig ausführt, ist jeder Schwimmstil empfehlenswert. Beim Rückenschwimmen wird die Wirbelsäule entlastet", so Diwold.

Typische Fehler beim Brustschwimmen

Beim beliebtesten Stil, dem Brustschwimmen, können Wasserratten so manches falsch machen: "Der Beinschlag, der wichtigste Antrieb beim Brustschwimmen, wird oft nicht mit einer korrekten Schwunggrätsche durchgeführt. Es wird in vielen Fällen eine sogenannte „Schere“ angewendet. Die Beine werden nicht symmetrisch geschlossen. Das erschwert das Schwimmen. Die meisten Brustschwimmer halten den Kopf aus dem Wasser, was zu Nackenproblemen führt. Der Kopf gehört in der Gleitphase ins Wasser. Dann atmet man auch regelmäßig", erklärt Diwold. Normalerweise ist Bewegung im Wasser auch für ältere Semester empfehlenswert: "Schwimmen kann man bis ins hohe Alter. Abzuraten ist aber, wenn die Wassertemperatur zu niedrig ist. Bei unter 18 Grad kann es zu Atemproblemen kommen", warnt Diwold. Und: "Es gilt wie bei allen Sportarten, nicht zu übertreiben."

Josef Diwold mit seinen Schützlingen

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