Stilles Tal
Angst und Schrecken immer unerträglicher!

Ein Privatweg im Stillen Tal sorgt für Aufregung
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  • Ein Privatweg im Stillen Tal sorgt für Aufregung
  • hochgeladen von Robert Zinterhof

PABNEUKIRCHEN, BAD KREUZEN. Fahrverbot für Lieferanten, Kunden, Angestellte und Besucher zum regionalen Hofladen, zum Leader-Projekt 'Strudengauer LebensPauer' und und zur Grillschule Leo Gradl im Stillen Tal .
Es herrschen schon viele Jahre Angst, Schrecken und Bestürzung bei all jenen, die zur Schurzmühle im Stillen Tal fahren oder gehen wollen.
Das Missachten des von einigen Anrainern erlassenen Geh- und Fahrverbots Richtung Schurzmühle wird zum Spießrutenlauf. Wer sich an die Verbote einiger Weg-Anrainern nicht hält, dem weht ein rauher Ton entgegen. Unfreundliche Worte, Anzeige-Drohungen, Steine vors Auto. Absperrungen mit Traktor und Baumstämmen. Der Leidtragende ist nicht nur Grillweltmeister Leo Gradl. Er wohnt am Ende dieses von Anrainern gesperrten Wegs in der Schurzmühle. Das viel beachtete Leader-Projekt „Strudengauer LebensPauer“ hat hier seinen Ursprung und Heimat.

Einsatz der Polizei

Jetzt musste von Leo Gradl die Polizei beim Hofladentag gerufen werden. Der Streit um die Zufahrt eskalierte neuerlich. Fahrzeuge wurden Richtung Gradl von einem Anrainer gestoppt. Sie mussten zurück und  saßen in der Falle. Ein anderer Weg-Anrainer wollte die Autos nicht mehr zurückfahren lassen. 

Absturz am Not-Weg

Ein steiler Waldweg, aus dem Norden von Pabneukirchen kommend, ist derzeit ein Not-Weg zur Schurzmühle. Im Winter und bei Regen nicht befahrbar. Ein LKW schlitterte in die Schurzmühle. So musste ein Vordach an der Schurzmühle mit der Motorsäge abgeschnitten werden. Der LKW steckte fest. Er konnte weder vor noch zurück und die Plane war bereits der Länge nach aufgerissen. Schafft man den Weg einmal talwärts, kann man dann aber nicht mehr zurück, ist auch der Weg Richtung Süden zur Hauptstraße mit einem „Schilderbaum“ an Verboten gesperrt.

Fahrtrecht 1938 gekauft

Die Schurzmühle war immer ein Handelsplatz: eine Mühle, ein Sägewerk, eine Landwirtschaft. Gestritten hat man bereits vor mehr als 100 Jahren. Ein Vertrag von 1938 beim Gericht in Grein beweist das. Bis zu diesem Jahr mussten die Besitzer der Schurzmühle der Nachbarfamilie für jede Wegnutzung 20 Groschen zahlen. Diese ständige Verrechnung wurde durch eine einmalige Zahlung von 140 Reichsmark ersetzt. Die Dienstbarkeit wurde neu geregelt. Für diese einmalig bezahlten 140 Reichsmark wurde den Besitzern der Schurzmühle und deren Besitznachfolgern das Recht eingeräumt, „in der Fortsetzung dieses bisherigen Weges längs des Schurzmühlbaches abwärts zu gehen, zu fahren und Vieh zu treiben.“ Dieser Vertrag ist heute noch gültig, wird aber von einigen Nachbarn nicht anerkannt. Leo Gradl beschreitet nun den Rechtsweg.
 
Keine Stellungnahme
Die BezirksRundschau ersuchte schriftlich (Briefe, eingeschriebener Brief) mehrere Anrainer, die auf das Fahrverbot bestehen, um eine Stellungnahme. Es gab keine Antwort. Auch Anrufe bei einer Person, die die Durchfahrt behindert, blieben erfolglos.
Bereits bei der Eröffnung der Grillschule wollte ein Mitarbeiter der BezirksRundschau in Erfahrung bringen, warum alles abgesperrt wird. Die einzige Antwort waren Beschimpfungen und ein Stein vors Auto.

Angebote ausgeschlagen
Nicht einmal hat die Gemeinde Pabneukirchen vermittelt, angeboten, den Weg zur Schurzmühle auszubauen, staubfrei zu machen. Vergeblich. Auch eine gemeinsame Kläranlage scheiterte. Der Wanderweg musste von der Pabneukirchner Uferseite auf die Bad Kreuzner Uferseite verlegt werde. Als das Hochwasser 2005 schwere Schäden am Schurzmühlbach und an einem Teil des Privatweges anrichtete, wurde mit öffentlichen Geldern (Wildbachverbauung, Land, Gemeinde) alles wieder hergerichtet.

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