Bezirk Perg beherbergt zurzeit 903 Asylwerber

Quelle: Büro LR Anschober
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BEZIRK PERG (mikö). „Der Bezirk Perg ist den allen Bezirken gesteckten Zielen vielleicht schon etwas näher“, sagt Bezirkshauptmann Werner Kreisl. „Weil bei uns die Verantwortungsträger in den Gemeinden die Notwendigkeiten rechtzeitig und richtig erkannt haben und dem Thema Asyl immer aufgeschlossen gegenüber standen.“ Die Zahlen geben Kreisl recht. 903 Asylwerber werden mit 11. Jänner im Bezirk Perg betreut. Das entspricht 1,36 Prozent der Einwohner.

28 Asylwerber für Münzbach

In 22 Gemeinden sind Flüchtlinge untergebracht. Viele Orte erfüllen den Richtwert von 1,5 Prozent in Relation zur Einwohnerzahl. In Rechberg, St. Thomas und Klam sind Plätze in Vorbereitung. Die Karte auf der rechten Seite ist eine Momentaufnahme, die sich laufend ändern kann. Noch nicht berücksichtigt sind beispielsweise maximal 20 Asylwerber, die in die Schießstätte nach Grein kommen. In Ried werden Containerhäuser Ende Jänner fertig gestellt. Rund 60 Flüchtlingen soll im Ort Quartier gegeben werden. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl betreuen St. Nikola und Bad Kreuzen überhaupt die meisten Asylsuchenden in Oberösterreich. Freilich liegen diese Gemeinden nicht erst seit der jetzigen Flüchtlingskrise an der Spitze. In Münzbach werden 28 Asylwerber auf zwei Gebäude aufgeteilt: Ins ehemalige Prömmer-Haus im Zentrum kommen 18 Flüchtlinge, in einem Gebäude in der Einsiedelstraße wurde für zehn Asylsuchende Platz geschaffen. „Laut Auskunft kommen afghanische oder syrische Familien in Kombination mit Alleinreisenden. Wer aber genau kommt, erfahren wir erst kurz vorher“, sagt Ortschef Josef Bindreiter (VP).

"Früher oder später wird Richtwert von 1,5 Prozent zu diskutieren sein"

Bezirkshauptmann Kreisl leitet seit Juni 2015 die Steuerungsgruppe, die Asylquartiere organisiert. „Wir sind bemüht, Asylwerber möglichst gleichmäßig zu verteilen. Daher suchen wir in allen Gemeinden Objekte.“ Wie die Unterbringung bislang verläuft? „Sowohl von NGOs, Gemeinden und Pfarren wie auch von der Polizei bekomme ich durchwegs positive Rückmeldungen. Dankenswerter Weise gibt es ein großes Engagement der Gemeinden und von vielen Freiwilligen, die sich in die Betreuung einbringen.“ Für eine erfolgreiche Integration sei es wichtig, überschaubare Quartiergrößen zu entwickeln. „Das ist uns bisher gut gelungen. Um das weiterhin sicherzustellen, ersuchen wir alle Gemeinden, ihren Beitrag zu leisten. Es ist wichtig, den Richtwert von derzeit 1,5 Prozent im Bezirk zu erreichen. Nur so können wir verhindern, dass der Bund vom Durchgriffsrecht zur Schaffung von meist eher großen Quartieren ohne Zustimmung des Landes, des Bezirkes und der Gemeinden Gebrauch machen kann.“

Neuer Masterplan kommt

Das Innenministerium rechnet 2016 mit rund 100.000 weiteren Asylanträgen. „Wenn wir diese Prognosen ernst nehmen, werden noch alle Bezirke entsprechende Herausforderungen zu meistern haben. Die einen mehr und die anderen weniger“, so Kreisl. „Dabei wird früher oder später auch der aktuelle Richtwert von 1,5 Prozent zu diskutieren sein.“ Integrations-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) kündigt einen neuen Masterplan zur Verstärkung des weiteren Ausbaus von Quartieren für OÖ an

Mehr als 12.000 Plätze in Oberösterreich

Mit 11. Jänner gab es in OÖ 12.438 Asylquartiersplätze, 0,86 Prozent gemessen an der Bevölkerung. Laut Innenministerium steigen die Zahlen der Asylanträge und damit der benötigten Unterkünfte 2016 an – auf rund 100.000 Asylwerber. 98 Gemeinden in OÖ beherbergen bislang keine Asylwerber und haben keine konkreten Pläne für Quartiere vorgelegt.

Quelle: Büro LR Anschober
Bezirkshauptmann Werner Kreisl
Autor:

Michael Köck aus Perg

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