Eröffnung im Mai geplant
Dachgleiche beim Bergkristall - Besucherzentrum

Stolz auf den Baufortschritt: Bgm. Erich Wahl (St. Georgen), Bgm. Christian Aufreiter (Langenstein), Markus Larndorfer, Andreas Derntl, Landtagspräsident Viktor Sigl, Andrea Wahl, Franz Haslinger, Walter Hofstätter, Manfred Hinterdorfer, Christoph Freudenthaler, Peter Vogtenhuber.
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  • Stolz auf den Baufortschritt: Bgm. Erich Wahl (St. Georgen), Bgm. Christian Aufreiter (Langenstein), Markus Larndorfer, Andreas Derntl, Landtagspräsident Viktor Sigl, Andrea Wahl, Franz Haslinger, Walter Hofstätter, Manfred Hinterdorfer, Christoph Freudenthaler, Peter Vogtenhuber.
  • hochgeladen von Eckhart Herbe

Bei einer kleinen Feier anlässlich der Dachgleiche freuten sich am 3. Jänner Initiatoren, Durchführende und Ehrengäste über das rasche Wachsen des künftigen Besucherzentrums der Stollenanlage Bergkristall. Mit dem von der Gemeinde St. Georgen errichteten und künftig von der Bewusstseinsregion als Mieter genutzten Gebäude entsteht nun eine geeignete Basisinfrastruktur für tausende in- und ausländischen Besucher jährlich.
ST.GEORGEN/GUSEN. Eines muss man allen Beteiligten am Projekt "Haus der Erinnerung - KZ-Gedenkstätte Bergkristall" wirklich attestieren: Enormen Arbeitseinsatz, vorbildliches Miteinander und die Idee eines "Recycling-Gebäudes" mit neuer Nutzung ist auch aus Nachhaltigkeitssicht höchst sinnvoll. Ab Oktober 2019 wurde in hunderten Freiwilligenstunden begonnen, den etwa 320 m² großen Holzpavillion im ehemaligen Sinnepark Münzbach Teil für Teil abzubauen und sorgfältig nummeriert  in unzähligen Fuhren auf das Bergkristall-Gelände in St. Georgen zu verfrachten. Dort wurde er auf einem vorbereiteten Fundament mit allen notwendigen Ver- und Entsorgungsanschlüssen wieder aufgebaut. Der Rohbau steht nun, Innenausbau und Umgebungsgestaltung folgen. Bestens integriert und mit Feuereifer dabei ist auch eine ganze Reihe der in der Region betreuten Asylwerber.

Rund 570.000 Euro Gesamtinvestition

Knapp 400.000 Euro kostet die Errichtung des Gebäudes, wobei 30% davon von der Marktgemeinde St. Georgen und 70% aus dem Gemeinderessort des Landes OÖ kommen. Die Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen wird das Gebäude mieten und den Innenausbau vornehmen. Es entstehen ein ganzjährig geöffnetes Besucherzentrum für etwa 100 Personen, das auch für Schulklassen und Jugendbegegnung genutzt werden soll. Durch die Möglichkeit zum Forschen und Recherchieren wird eine moderne interaktive Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht. Auch das Büro der Bewusstseinsregion zieht ein. Eine Dauerausstellung zur Zwangsarbeit wird die Geschichte des Stollensystems beleuchten, mit wechselnden Schwerpunkten aber auch zeitaktuelle Themen aufgreifen. Für den Innenausbau werden rund  170.000 Euro investiert, die zu 60% von der Leader Region Perg-Strudengau und zu 40% von der Gemeinde St. Georgen getragen werden. Rund um das Gebäude entsteht ein "Park des Lebens" als bewusster Kontrast zu Leid und Tod, die diesen Platz geprägt haben. An "Plätzen der Stille" können Besucher ihre Eindrücke in ruhiger Umgebung reflektieren. Geht alles nach Plan, dann wird das  Zentrum am 8. Mai bei den Befreiungsfeiern eröffnet.

Auf Wunschliste: Erweiterter Stollenzugang

Führungen durch die Stollenanlage sind vorläufig wie bisher nur an wenigen Tagen im Jahr, etwa bei den Befreiungsfeiern oder beim Menschenrechtesymposium, möglich. Das soll sich mittelfristig ändern. Wünschen sich doch die meisten der in- und ausländischen Besucher einen direkten Zugang zu den erhaltenen Anlagenteilen. Ebenso einen würdige Gedenkbereich dort und/oder einen authentisch rekonstruierten Stollenabschnitt, um Impressionen von den menschenverachtenden Bedingungen der unterirdischen Fabrik, in welcher der weltweit erste Düsenjäger entstand, zu vermitteln. Verhandlungen mit den zuständigen Stellen in Innenministerium und Bundesimmobiliengesellschaft müssen dieses Thema klären. Ebenfalls noch in Diskussion ist der optimale Zugang zur Gedenkstätte, die ja im Brunnenschutzgebiet liegt. Und auch für die Buszufahrt, welche wegen eines zu niedrigen ÖBB-Viadukts und der sehr engen Marktplatzdurchfahrt derzeit nur schwierig bis unmöglich ist, müssen noch praktikable Lösungen gefunden werden.

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