Expertentipp: So gelingen Schnappschüsse im Urlaub

Manfred Astleitner, Obmann des Fotoclubs Schwertberg
  • Manfred Astleitner, Obmann des Fotoclubs Schwertberg
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Michael Köck

SCHWERTBERG. Wie gelingen spannende Schnappschüsse von Gebäuden? Wie fotografiere ich spritzendes Wasser oder am Strand laufende Kinder? Wir haben bei Manfred Astleitner, Obmann des Fotoclubs Schwertberg, nachgefragt. Ein häufiger Fehler ist laut dem Fotoprofi überhastetes Abdrücken: "Lieber etwas mehr Zeit lassen, das Motiv am Display oder im Sucher kritisch betrachten und vor allem gezielt scharfstellen. Oft verwackeln Bilder auch durch unruhige Kamerhaltung." Wer Menschen fotografiert, sollte sich ein schattiges Plätzchen suchen, um schwarze oder zugekniffene Augen zu vermeiden. "Leichte Telestellung am Objektiv wählen, also zoomen, Person soll nicht zu nahe am Hintergrund stehen", so Astleitner. Kinder müssen Vertrauen haben oder sollten sich unbeobachtet fühlen, das heißt keine „erzwungenen“ Fotos. Tipp: Den Kindern mal die Kamera in die Hand geben und selbst ein Foto machen lassen. Wer Sehenswürdigkeiten wie Kirchen oder Schlösser fotografiert, muss genügend Abstand halten um Verzerrungen der Perspektive zu vermeiden. Personen sollten nahe zum Fotografen kommen, ein Halbportrait reicht zumeist. Die Person im Vordergrund kann bei Sonnenschein mit Blitz aufgehellt werden. Bei Landschaftsfotos gibt ein Bezugspunkt im Vordergrund dem Bild Tiefe, das wirkt optisch interessanter. Scharf gestellt werden sollte auf den Vordergrund. "Generell sollte sich das Hauptmotiv nicht immer in der Mitte des Bildes befinden, das macht es für den Betrachter interessanter", empfiehlt Astleitner. Schwieriger wird es, ein Foto mit bewegtem Bild, beispielsweise einem laufendem Kind zu schießen. Da ist die Verschlusszeit wichtig: Kurze Zeiten um die Bewegung einzufrieren, längere Verschlusszeiten um Bewegung ins Bild zu bringen. Ein Wischeffekt gelingt durch paralleles Mitziehen der Kamera. Generell meint Astleitner: "Gehen Sie mit offenen Augen durch die Gegend, Fotografen sehen mehr. Betrachten Sie Details, gehen sie nahe ran an bestimmte Motive, wechseln sie öfter den Standpunkt indem sie in die Hocke gehen, sich hinlegen, sich auf eine Bank oder Mauer stellen." Nicht fehlen dürfen natürlich geladene Akkus und ausreichend Speicherkarten. Die Bedienungsanleitung sollte immer dabei sein. Daheim die Fotos sofort zumindest doppelt sichern. Danach Fotos nicht von der Speicherkarte löschen, sondern die Speicherkarte in der Kamera formartieren. Das beugt Schreib- und Lesefehler vor.

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