Hilferuf eines Schwerkranken nach einem Hausarzt

Johann und Anita Reindl, Windhag bei Perg, suchen verzweifelt einen Hausarzt.
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WINDHAAG BEI PERG.. „Ich kann nicht mehr. Seit über 20 Jahre pflege ich meinen Mann rund um die Uhr. Ich muss ihn füttern, waschen, anziehen. Alles mache ich wie bei einem Baby. Mein Mann Johann, 61, hat seit 34 Jahren Multiple Sklerose. Jetzt brauchen wir Hilfe. Beim Wechseln des Katheters, bei der Körperpflege. Und zum Jahreswechsel verlieren wir auch unsere Hausärztin, die jetzt Wahlärztin wird. Wir suchten in den vergangenen Wochen verzweifelt einen Hausarzt. Niemand nimmt uns. Alle sind ausgelastet“, erzählt Gattin Anita Reindl, die mit ihrem Mann in Forndorf wohnt.

Jetzt Hilfe vom Roten Kreuz

Dieser Hilferuf erreichte die BezirksRundschau. Die Redaktion nahm am Mittwoch der Vorwoche Kontakt mit dem Roten Kreuz Perg auf. Hier reagierte man sofort und noch am gleichen Tag wurde eine Lösung gefunden. „Wir sind bereits mit Familie Reindl in Kontakt und eine Mitarbeiterin der Mobilen Dienste wird sich vor Ort ein Bild der Situation machen und Hilfe anbieten. Ebenso sind wir über die Sozialberatungsstelle in Kontakt. Zum Thema 'Mobile Pflege' kann das Rote Kreuz natürlich gerne unterstützen“, informierte Christian Geirhofer vom Roten Kreuz. Wie die Familie Reindl mitteilte, funktioniert die Betreuung durch das Rote Kreuz bereits bestens. „Wir sind unendlich dankbar dafür“, sagen Anita und Johann Reindl. Für die Arztsuche ist das Rote Kreuz aber nicht zuständig.

Johann Reindl ist gerade vom Krankenhaus nach Hause gekommen. „Im Krankenbett konnte ich meine Hand nicht mehr bewegen. Ich konnte keine Klingel betätigen. Meine Nervenschmerzen im Gesicht sind so stark, wie wenn man mir mit dem Messer hineinstechen würde. Begonnen hat alles vor 34 Jahren mit einer Sehschwäche“, schildert Johann Reindl seine Lage. Heute hat der Pensionist nur mehr eine Sehleistung von zehn Prozent und sitzt im Rollstuhl. Sein ganzer Luxus: In der Wohnen etwas hin und her zu fahren, wenn es ihm besser geht und er gerade keine Infektion hat. Der Mann hat nur einen Wunsch: „Ich brauche dringend einen Hausarzt. Ich bitte darum. Einen Arzt, der den Katheter-Wechsel vornimmt. Ein Wahlarzt kostet mehr und wir bekommen die Wahlarztleistungen ja nicht vollständig ersetzt. Wir wissen ja nicht, wie teuer ein Wahlarzt sein wird, meint Johann Reindl zur BezirksRundschau.
Die BezirksRundschau hat auch Bürgermeisterin Bettina Bernhart, Windhhag,  informiert. Die BezirksRundschau wird weiter über diesen Fall berichten.



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