Karl Manner ist tot

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PERG. "Es ist mir eine traurige Verpflichtung Ihnen mitzuteilen, dass unser Ehren-Oberschützenmeister Karl Manner am Sonntag, 26. April, nach geduldig ertragener Krankheit im 92. Lebensjahr von uns gegangen ist", sagt Oberschützenmeister Josef Irsiegler vom Perger Sportschützenverein.

"Wir haben einen großen bedeuteten Menschen verloren. Sein Leben war seiner Familie, der Firma Manner und dem Aufbau des Perger Schützenhauses nach dem Zweiten Weltkrieg gewidmet, dem er 31 Jahre lang von 1962 bis 1993 als Oberschützenmeister vorstand. In Würdigung seiner Verdienste für den Schützenverein Perg und der Stadt Perg wurde Karl Manner anlässlich seines 85. Geburtstages am 24.Oktober 2008 mit dem Goldenen Ehrenring der Stadt Perg ausgezeichnet. Den Ehrenring des OÖ. Landesschützenverbandes bekam Manner 1990 übereicht. Seine Energie war ansteckend und sie wird in unserer Mitte fehlen.
Sein Geist und seine Ideen werden in uns weiterleben. Unser tiefes Mitgefühl gehört seiner Familie", so Irsiegler.

In seiner 31-jährigen Funktion als Oberschützenmeister von 1962 bis 1993 hat
Karl Manner folgendes geleistet:

1963
Beginn mit dem Aufbau des Schützenhauses am Richterhof

1965
Fertigstellung von 8 Kleinkaliberstände für 50 Meter und 8 Armbruststände 30 Meter

1975
Ausbau einer Luftgewehrhalle 10 Meter für 14 Stände

1988
Vergrößerung der Aufenthaltsräumlichkeiten und Einbau einer Warmluftheizung

Auch im sportlichen Bereich war Karl Manner sehr erfolgreich.
Seine größten Sporterfolge bildeten die Teilnahme mit der Armbrust bei Europameisterschaften und internationalen Länderkämpfen, sowie bei den österreichischen Armbrust und Luftgewehr-Staatsmeisterschaften.

Die zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen unterstreichen seine Sporterfolge.
Seine Erfolge befinden sich schon seit Jahren in der Chronik des Weltverbandes und werden auch in Zukunft einen ehrenden Platz einnehmen.

Auch im wirtschaftlichen Bereich hat die Familie Manner für die Stadt Perg Großes geleistet.

1911 wurde von Firmengründer Josef Manner (1865) ein Sägewerk auf dem heutigen Firmengelände errichtet. Während dieser sehr schwierigen Zeit hatten zirka 120 Personen der Region Perg die Möglichkeit, im Sägewerk Manner zu arbeiten. In den 30er Jahren erlebte dieser Betrieb seine größte wirtschaftliche Zeit.

Die Manner Säge brannte 1955 ab, wurde zwar wieder aufgebaut, dann aber wegen
Unrentabilität still gelegt .

Von 1949 bis 1963 (14 Jahre) war Karl Manner Leiter dieses Sägewerkes in Perg.
1966 wurde an diesem Standort ein Zweigwerk für die Schnitten Produktion errichtet.

Karl Manner war von 1966 bis 1992 (26 Jahre) im Werk Perg Werksdirektor
und für rund 120 Beschäftigte verantwortlich.

Ende 1992 ging Manner mit 69 Jahren in seinen wohlverdienten Ruhestand.

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