Volksschüler erarbeiteten Zeitgeschichte
Kindheit in der NS-Zeit

Kinderfreude und -leid im Dialog: Mit hintereinander aufgehängten Transparent-Porträts vermittelten die Schüler Kinderleben heute und in der NS-Zeit.
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  • Kinderfreude und -leid im Dialog: Mit hintereinander aufgehängten Transparent-Porträts vermittelten die Schüler Kinderleben heute und in der NS-Zeit.
  • Foto: Martin Renoldner
  • hochgeladen von Eckhart Herbe

Wie haben Kinder in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt? Was mussten sie Schlimmes erleben? Wissen wir überhaupt, wie gut es uns allen im Vergleich dazu heute geht, ohne Unterdrückung und Verfolgung? Es ist nicht leicht, Kindern dieses Thema ohne Schockmomente, aber nachdrücklich und einfühlsam zu vermitteln. Engagierten Pädagoginnen der Volksschule St. Georgen ist es gemeinsam mit einer Künstlerin und begeistert mitmachenden Kindern gelungen.

St. Georgen/Gusen. Es ist das mittlerweile schon neunte Projekt der Religionslehrerin und Gedenkstättenpädagogin Andrea Renoldner-Burianek, das sie gemeinsam mit der in Wien lebenden Künstlerin Sedef Hatapkapulu und den beiden Klassenlehrerinnen der vierten Schulstufe, Bernadette Kranewitter und Agnes Riedl, durchgeführt hat. Die Schulkinder setzten sich zunächst mit dem Leben von Kindern in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Was war da anders im Vergleich mit jetzt? Warum gab es "gute" und "schlechte" Kinder, denen man ein ganz normales Kinderleben verweigerte, mit denen und deren Familien man nicht mehr redete? Zu denen man ungestraft böse sein konnte. Von denen manche auf einmal verschwanden?

Durchsichtige Gesichter wieder belebt

Aus diesem Verständnis heraus malten die Schüler auf durchsichtiges Material traurige oder weinende Porträts dieser anonymen Kinder, sodass diesen im Gedenken wieder ein Gesicht verliehen wurde. Danach entstanden fröhliche, lachende Selbstporträts, die ebenso auf durchsichtigem Material erkennbar werden lassen, wie gut es Kindern im Vergleich dazu heute geht. Die Bilder wurden zur Durchsicht hintereinander montiert, sodass in einem Blick das Elend der verfolgten und teils ermordeten Kinder dem eigenen Glück gegenübersteht.

Mit einer öffentlichen Präsentation ihres Projekts im Saal der Musikschule schlossen die Kinder Ende Mai ihre Auseinandersetzung mit der NS-Zeit ab und untermalten die Veranstaltung mit musikalischen und sprachlichen Darbietungen. Sichtbar beeindruckt zeigten sich  Eltern und zahlreiche Ehrengäste von dieser zweifellos bemerkenswerten Vernissage. Ein von Klein und Groß gelungen umgesetzter Beitrag, der den künftigen Gestaltern unserer Zukunft Zeitgeschichte ohne erhobenen Zeigefinger nahegebracht hat.

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