Kraftwerk Sonne beeindruckte
Klimalandesrat traf Ökopionier

Klimaidyll mit Umweltlandesrat und Katze: Ökopionier Rudi Weimann (r.) präsentierte LR Stefan Kaineder (m.) mit sichtlichem Stolz die in seinen Garten versteckten High-Tech Energiequellen.
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  • Klimaidyll mit Umweltlandesrat und Katze: Ökopionier Rudi Weimann (r.) präsentierte LR Stefan Kaineder (m.) mit sichtlichem Stolz die in seinen Garten versteckten High-Tech Energiequellen.
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Prominentem Besuch erhielt der St. Georgener Erfinder Rudi Weimann: Klimaschutzlandesrat Stefan Kaineder stattete ihm auf einer Tour zu innovativen Mühlviertler Betrieben und Umweltpionieren einen Besuch ab und kehrte um eine ganze Reihe Öko-Ideen reicher in sein Büro zurück.
ST.GEORGEN/GUSEN. "Mit dem Regen der gestrigen Nacht, dem starken Temperaturwechsel von der Kälte auf Föhn und dem, was in diesem Schacht verborgen ist, hab' ich Energie für zwei Wochen gratis aus der Natur bekommen und gespeichert", erzählt der Pensionist stolz und öffnet einen Deckel zu einer Zisterne in seinem Garten. "Das da im Schacht" ist sein neuestes Projekt und steht unmittelbar vor der Marktreife, weswegen er seinen prominenten Besucher und die Bezirksrundschau zu strikter Diskretion verpflichtet. In zwei, drei Monaten will er seine Erfindung präsentieren, die er natürlich bis ins Detail selbst entwickelt, geplant und gebaut hat. Dass sie bereits funktioniert, zeigt sich im Weihmann'schen  Keller, wo tatsächlich ein großer Solespeicher von der neuen Gartenenergiequelle erwärmt wird.

Neue Energiebaustein entwickelt

"Meine Entwicklung ist das fehlende Glied, um Sonnenkraft für Strom und Warmwasser mit Energie aus Boden, Pool, Frühbeet und Brauchwasserspeicher so miteinander zu vernetzen, dass alles optimal genutzt wird und sich wechselseitig ergänzt. Dass immer ein Teil der Anlage Energie liefert und andere Komponenten als Speicher oder Verbraucher fungieren. Wenn etwa die Sonne nicht scheint, dann fließt kein Strom für mein E-Auto. Dafür wird es in Teilen von meinem Garten in der Nacht besonders kalt, Boden oder Wasser gefrieren im Winter. Das hilft dem Gesamtsystem - weil nun ist es an manchen Stellen kühl, an anderen ein paar Grad wärmer. Jede Temperaturdifferenz birgt Energie, die von warm nach kalt fließt und dazwischen von mir angezapft wird. Wie bei einem Stausee, wo man einen Höhenunterschied nutzt, um eine Turbine anzutreiben", versucht Rudi Weihmann dem staunenden Grünpolitiker sein "Kraftwerk Sonne", zu dem er sein Haus aus den 1960ern umgerüstet hat, zu erklären. 

Wissen ohne HTL und Studium angeeignet

Zugegeben, die meisten Laien und sogar viele Technikversierte verstehen oft nur Bahnhof. Auf die Besucher prasseln Begriffe wie Phasenübergangswärme, Wärmepumpenprinzip und Solekonvektion nieder, der Tüftler jongliert mit Joule und Kilowattstunden, mit Solarleistung und thermisch-elektrischem Wirkungsgrad. Know-How, das sich der pensionierte Betriebsinstallateur über viele Jahr angeeignet und perfektioniert hat. Rudi Weimanns Berechnungen ist auch zu verdanken, dass das Dach des "Hauses der Erinnerung" am St. Georgener Bergkristallgelände ergänzend die nebenliegende Marktbrunnenanlage mit Gratisenergie von der Sonne versorgt und der Gemeinde so  jährlich vierstellige Stromkosten erspart.

Hohes Potential für kleine Grundflächen

Seine neueste Erfindung hat die zunehmend kleinen Grundflächen in Reihenhaus- und Wohnanlagen im Fokus: Ein Prinzip, das gleichermaßen als Energiequelle und biologische Batterie für andere nachhaltige Energieformen fungiert und für das wenige Kubikmeter Bodenraum, die gleich beim Kellerbau mit ausgehoben werden, reichen sollen. Schafft es seine hauseigene Versuchsanlage zu einem marktreifen Produkt, so  wird das garantiert ein ein Öko-Hit für Häuslbauer und Genossenschaften . Die akribisch geführten Messprotokolle stimmen jedenfalls optimistisch.

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