Kosmetik selber machen

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PERG. So wie sich die Menschen mehr dafür interessieren, aus was sich Lebensmittel zusammensetzen und wo sie herkommen, wollen sie auch wissen, was in Ihrer Kosmetik drin ist. "Eine alte Handwerkskunst, die wiederbelebt wird und ein Stück Unabhängigkeit schafft", sagt die Apothekerin Gerda Ahorner. "Bei selbstgemachter Kosmetik kann die Herstellerin selbst entscheiden, welche Inhaltsstoffe sie in ihrer Creme haben möchte. Ein Creme kann leicht frisch zubereitet werden und Konservierungsstoffe können auf ein Minimum reduziert werden."

Naturmaterialien aus biologischem Landbau
Handelsübliche Ware enthält meist bis zu 40 verschiedene Inhaltsstoffe, meist künstlichen Ursprungs und muss rund drei Jahre im Verkaufsregal stehen. Ahorner bietet auch Kurse zur Kosmetik-Herstellung an: "So weit wie möglich werden Naturmaterialien aus biologischem Landbau verwendet. Naturbelassene Pflanzenöle, Ätherische Öle, Wachse, Wässer und Tinkturen." Großteils wird Pflegekosmetik hergestellt, von Duschgel, Körpermilch bis Gesichtscreme und Lippenpflege. Die Apothekerin bietet auch Spezialseminare, wo es beispielsweise um Kinderpflege geht, bei der eine therapeutische Salbe für Blähungen oder Windeldermatitis benötigt wird.

"Wie ein Kochrezept ausprobieren"
"Eine Salbe herzustellen ist wie ein Kochrezept auszuprobieren. Heilsalben für Gelenke oder bei Husten lassen sich leicht mit ein paar Zutaten herstellen. Sie sind meist wasserfrei und lange haltbar. Mit etwas Olivenöl, Bienenwachs, Wollwachs, Tinkturen und ätherischen Ölen lassen sich wunderbare Mischungen herstellen. Pflegecremen mit einer weicheren Konsistenz und einem höheren Wassergehalt brauchen mehrere Zutaten und eine Konservierung, da im Wasser gerne Bakterien wachsen. Es gibt Bestandteile, die werden im Wasserbad geschmolzen, mit einer wasserhältigen Komponente zusammengeführt und dann noch verfeinert", erklärt Ahorner.

Rotgefärbtes Johanniskrautöl
Im Sommer lassen sich aus vielen Kräutern Tinkturen und Pflanzenöle herstellen, die in Cremen verarbeitet werden können. Das wohl bekannteste Öl ist das rotgefärbte Johanniskrautöl. Bei einer Tinktur wird ein Kraut wie Schafgarbe mit 70 Prozent Alkohol angesetzt, rund sechs Wochen stehen gelassen, abgeseiht und weiterverarbeitet. Der Einsatz von Tinkturen und ätherischen Ölen verlängert die Haltbarkeit einer Salbe. Rezepte für Naturkosmetik gibt es im Internet.

"Es macht viel Freude, seine eigene Kosmetik herzustellen"
"Es macht viel Freude, seine eigene Kosmetik herzustellen. Bei Problemhaut und Unverträglichkeiten können die Inhaltsstoffe individuell verändert werden oder zusätzlich Bachblüten oder Schüßlersalze therapeutisch eingesetzt werden. Ein kreatives Hobby, gemeinsam geht es leichter und ein super Geschenk", meint Ahorner abschließend.

Kreativkosmetikseminar
Am 9. März bietet Ahorner in ihrer Salbenküche ein Kreativkosmetikseminar an, am 15. März geht es um Kinder. www.gerda-ahorner.at

Gerda Ahorner
Autor:

Michael Köck aus Perg

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