Langenstein: Bald begehbarer Turm bei Ruine Spilberg?

Manfred Hinterdorfer mit Ferdinand Naderer
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LANGENSTEIN. Der 2013 gegründete Verein „Freunde der Burgruine Spilberg“ hat unter Leitung von Obmann Ferdinand Naderer schon viele ehrenamtlichen Arbeiten geleistet und hat noch große Pläne. Die Ruine Spilberg soll vom Verfall gerettet und belebt werden. So könnte im Zuge eines eventuellen Leaderprojekts der Burgturm begehbar gemacht werden. Erstmals in der beinahe 1000jährigen Geschichte wehte heuer, rechtzeitig zum Nationalfeiertag am 26. Oktober 2014, die österreichische Fahne am Turm von Spilberg. Dieser Aufstieg war aber natürlich noch nicht gesichert möglich, was sich in den nächsten Jahren ändern soll. 2400 ehrenamtliche Stunden wurden von den rund 40 aktiven Vereinsmitgliedern in zwei Jahren bereits an Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen geleistet. Unterstützende Vereinsmitglieder gibt es bereits über 200 und jeder ist herzlich willkommen! (Infos: www.spilberg.at)

Einst bedeutendes Wasserschloss
Die ringfömige Burganlage beansprucht eine Fläche von ca. 7.500 Quadratmetern. Die Fläche der Hauptburg beträgt ca. 3.900 m2, die der Vorburg ca. 760 m2. Die Anlage ist von einer bis zu 16 Meter hohen Wallmauer mit Wehrgängen umgeben, die teilweise mit Zinnen und Schießscharten ausgeführt ist. Die Hochburg besitzt einen 35 Meter hohen, einst 7geschossigen, spätromanischen Bergfried, der bis 1840 mit einem steilen Walmdach gedeckt war. Dieser Turm ist der besterhaltene Teil der Ruine. Um 1500 wurde der einst 3geschossige Palas an der Ostseite des Bergfrieds errichtet. Im Burghof, an die Ringmauer angebaut, befinden sich Überreste einer 10 Meter langen, gotischen Kapelle sowie von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Im Westen liegt das einstige Wassertor, im östlichen Teil befand sich der Brunnen. Gut erhalten sind auch die Kellergewölbe.

Die Burg Spilberg war einst ein bedeutendes Wasserschloss und lag ursprünglich auf einer Donauinsel, die zum Gemeindegebiet von Enns gehörte. Die Burg war in ihrer Geschichte immer wieder ein wichtiger Ort der Zuflucht und der Verteidigung. Durch das Hochwasser von 1796 und die Donauregulierung im 19. Jahrhundert wurde der Flusslauf so weit verändert, dass die Ruine nun im Augebiet, der Schlossau, nahe dem nördlichen Donauufer liegt. 1997 wurde das Areal mit dem nördlichen Umland aus der Stadtgemeinde Enns herausgelöst und in das Gemeindegebiet von Langenstein, Bezirk Perg, Oberösterreich, eingegliedert.
Der ursprüngliche Name Spilberg wurde in späterer Zeit durch die veränderte Schreibweise zu Spielberg. Heute trägt die Ruine wieder stolz ihren alten Namen.

Autor:

Michael Köck aus Perg

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