Mostherbst am "Deisinger Hof" in Katsdorf eröffnet

Landesrat Max Hiegelsberger mit Tanja und Josef Deisinger
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KATSDORF, BEZIRK. Der Most hat eine atemberaubende Entwicklung hinter sich gebracht, vom einfachen Durstlöscher zum Qualitätsprodukt erster Güte. „Er ist ein Produkt aus dem Herzen Oberösterreichs. Jeder Schluck ist Natur, in jedem Glas steckt gleichsam ein Stück Heimat“, sagt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. Interessant ist der Pro-Kopf-Verbrauch an Most: Während österreichweit gesehen der Verbrauch bei nur 1,28 Liter liegt, trinken die Oberösterreicher statistisch gesehen 35 Liter Most pro Jahr. Das Sortenangebot ist mit 400 Streuobstsorten bei Äpfeln und Birnen nahezu unerschöpflich.

Mostschänke am "Deisinger Hof" seit zehn Jahren
Seit zehn Jahren betreiben Tanja und Josef Deisinger am "Deisinger Hof" eine Mostschänke mit Most und Säften aus eigener Produktion. Das Obst für die Most- und Saftproduktion kommt von 2 Hektar Streuobstwiesen rund um den Hof, sowie von Bauern aus dem Ort, aber auch von Streuobstwiesen aus der Region, wo die Deisingers auch selbst Obst klauben. Rund 11.000 Liter Most, 4.000 Liter Säfte und 300 Liter Edelbrand werden jährlich erzeugt. Während Saft aus der hofeigenen Presse und Edelbrände aus der eigenen Schaubrennerei kommen, wird beim Mostpressen auf eine Kooperation mit Wolfgang Schober gesetzt, der eine Presse in Naarn betreibt und über modernste Kellertechnik verfügt. "Unser Most wird in Naarn verarbeitet und lagert dort unter meiner Aufsicht bis zur Abfüllung. Vom Obst sortieren und zerkleinern bis zur Klärung und Steuerung der Gärung wird unser Most aber nur von mir überwacht und betreut", so Josef Deisinger.

Obst selber abfüllen lassen
Im Trend: Immer mehr Lohnpresser bieten die Obstverarbeitung und Abfüllung von Säften an. In ganz Oberösterreich bieten Mostbauern diese Möglichkeit, das Obst aus dem eigenen Garten pressen und zu Saft verarbeiten zu lassen. Mostschänken präsentiert der neu aufgelegte Mostschänkenführer „Rund um an Most“.

Most in Oberösterreich
Das Sortenangebot für die Verarbeitung zu Most ist mit geschätzten 400 verschiedenen Streuobstsorten bei Äpfeln und Birnen nahezu unerschöpflich. Ein Großteil dieser Bäume ist 100 Jahre und älter. 1,2 Mio. Streuobstbäume auf rd. 15.000 ha Fläche prägen Oberösterreichs Landschaft. 70% des Bestands sind Birnen, der Rest Äpfel. Im langjährigen Schnitt werden in OÖ rund 110.000 Tonnen Streuobst geklaubt. Verarbeitet wird dieses zum Großteil zu Saft aber auch zu Bränden und rd. 3,5 Mio. Liter Most. Mit der Direktvermarktung von Most beschäftigen sich mehr als 400 Betriebe in Oberösterreich. Für den Eigenbedarf produzieren jedoch noch weit mehr Betriebe.

Neuer Trend: Fruchtsaft aus dem eigenen Obst
„Dem Most fällt aber auch landwirtschaftlich, ökonomisch und kulturell eine große Bedeutung zu. In den vergangenen Jahren hat sich ein großes Arbeitsplatz-, Konsum- und auch Freizeitangebot entwickelt. Darauf können wir zurecht stolz sein“, betont Hiegelsberger.

Regionalität liegt im Trend – gerade auch beim Apfel- oder Birnensaft Immer mehr Lohnpresser bieten die Obstverarbeitung und Abfüllung von Säften an. Im ganzen Land bieten mittlerweile Mostbauern diese Möglichkeit das Obst aus dem eigenen Garten pressen und zu Saft verarbeiten zu lassen.

"Der Saft von den Früchten, die man selbst geklaubt hat, schmeckt am besten, das wissen immer mehr Menschen zu schätzen", so Hiegelsberger. Interessierte wenden sich am besten an den nächstgelegenen Mostproduzenten.

So funktioniert's
Die Kunden bringen ihr Obst (Äpfel oder Birnen) und erhalten am selben Tag den gepressten und auf Wunsch auch geklärten und pasteurisierten Obstsaft abgefüllt in Bag-in-Box-Behältern. Bitte vorher anmelden, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Abfüllung in Flaschen und eigene Behälter auf Anfrage. Mindestmenge: meist 100 kg Obst. Unser Tipp: Bilden Sie "Obstgemeinschaften" mit Nachbarn!

DAC – Auszeichnung für Most steht in den Startlöchern

Die Qualität des österreichischen Obstweines steigt permanent; ebenso die Möglichkeit der Produzenten, durch hochwertige Obstweine in einer entsprechenden Aufmachung die Wertschöpfung in diesem Sektor zu steigern.
Um diese positive Entwicklung zu unterstützten und weiter voranzutreiben, wird seitens des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft die Möglichkeit geboten, auch für Obstwein – ähnlich wie für Wein – eine staatliche Prüfnummer zu erlangen.

Diese neue Obstweinverordnung wird im Genussland Oberösterreich mit Freude begrüßt, haben wir doch eine Vielzahl mehrfach ausgezeichneter Mosterzeuger. Damit verbunden ist die Einführung einer dem Wein ähnlichen "DAC"- Auszeichnung für den Qualitätsmost. Der "Districuts Austriae Controllatus (DAC)" ist die Herkunftsbezeichnung für regionaltypischen Qualitätswein aus Österreich. In Zukunft wird auch der Most in seiner höchsten Qualitätsstufe eine ähnliche Bezeichnung tragen und damit seine geprüfte Herkunft und besondere Qualität dokumentieren. Mit dieser neuen gesetzlichen Grundlage wird es möglich sein, typische Moste unserer Landesviertel, z.B. des Mühlviertels oder des Traunviertels, unter einer gemeinsamen Marke zusammenzufassen und zu vermarkten.
Das schafft Sicherheit und stärkt das Vertrauen zwischen Produzenten und Konsumenten.

Der neue Mostschänkenführer
"Rund um an Most"

Gelebte Mostkultur und Mostschänken in Oberösterreich präsentiert das heuer neu aufgelegte Buch zum oberösterreichischen Most. Der Mostschänkenführer „Rund um an Most“ ist der passende Atlas durch das Most- und Genussland Oberösterreich.

"Der Most ist eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte. Seine Entwicklung vom bäuerlichen Durstlöscher zum feinen Speisenbegleiter hat ihm den Weg bis in die Spitzengastronomie geebnet. Das Buch zum oberösterreichischen Most trägt der steigenden Beliebtheit des Mostes Rechnung", so Hiegelsberger.

Der Wegweiser zu mehr als 60 Mostschänken.

Die Auswahl heimischer Betriebe im Mostschänkenführer reicht von urig bis modern. Das Büchlein beleuchtet darüber hinaus das Thema Most von allen Seiten und von den unterschiedlichsten Blickwinkeln: aus der Sicht der Kulinarik, des Tourismus, der Gastronomie. Es gibt Beiträge zur Kulturgeschichte des Mostes, zur Obstkunde und zur Produktion, Rezepte zum Kochen mit Most und einen Text, der sich satirisch mit dem Most beschäftigt. Sogar dem Stellenwert des Mostes in der Musik, der Literatur und der Kunst wurde nachgegangen.
Das Buch rund um den Most ist zum Preis von € 14,90 im gut sortierten Buchhandel,
im Shop von Oberösterreich Tourismus (www.oberoesterreich.at) und direkt beim Trauner Verlag erhältlich.

Landesrat Max Hiegelsberger mit Tanja und Josef Deisinger

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