Nachprüfung: Kein Grund zur Panik

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PERG. In den Ferien an Pythagoras, Goethe oder Englisch-Vokabeln denken? Einigen Schülern bleibt dies nicht erspart, weil sie im Herbst zur Nachprüfung antreten müssen. Ein guter Zeitpunkt, um mit dem Lernen zu starten, sei etwa vier Wochen vor Ferienende, meint Christine Pankraz vom Lernstudio in Perg. Das trifft auch zu, wenn in mehreren Fächern Nachprüfungen zu schreiben sind. "Wenn man rechtzeitig anfängt, ist alles machbar und schaffbar", beruhigt Pankraz. Mindestens zwei Stunden am Tag sollte aber schon gelernt werden – zusätzlich zum Nachhilfeunterricht. Je nach Stoffmenge empfiehlt sie wöchentlich etwa drei Nachhilfeeinheiten zu je 120 Minuten.

Alarmzeichen für Eltern

Die meistgebuchten Fächer im Lernstudio sind Mathematik, Deutsch und Englisch. "Oft empfehlen Lehrer den Schülern, Nachhilfe zu nehmen", weiß Pankraz. Eltern können davon ausgehen: "Ab einem Vierer im Zeugnis sind Löcher da und Stoff gehört vor dem neuen Schuljahr aufgeholt."
Wer unbeschwerte Ferien verbringen möchte, sollte gleich während des Schuljahres mitlernen. "Die Schüler kommen gern vor Schularbeiten zu uns", sagt Pankraz. Gezielte Einheiten statt fixen Terminen hält sie für sinnvoll, um die Eigeninitiative zu fördern: "Unser Ziel ist keine ständige Lernbegleitung. Wir wollen die Schüler nur ein Stück auf ihrem Weg begleiten."

Selbstständig lernen

Nach Pankraz' Erfahrung ist vor allem der Umstieg von der Volksschule ins Gymnasium oder von der Mittelschule in eine höhere Schule für viele Schüler mit Schwierigkeiten verbunden. Deshalb geht es in der Nachhilfe oft auch darum, Lerntaktiken und Selbstorganisation zu vermitteln.
Aber die beste Nachhilfe nützt nichts, wenn der Schüler nicht mitmacht oder zuhause nicht lernt. "Die Noten sind der Beweis schwarz auf weiß", meint Pankraz.

Die Kosten

Bei der Entscheidung für einen Nachhilfeanbieter muss geklärt werden, wie viel für welche Zeiteinheit bezahlt wird, ob eine Einschreibgebühr verlangt wird und wie groß die Lerngruppe ist.
Falls der Unterricht beim Schüler stattfindet, wird eventuell noch Kilometergeld verrechnet. Die Arbeiterkammer rät dazu, sich nach Frühbucherpreisen und Rabatten zu erkundigen. Laut aktuellen Erhebungen der AK kostet eine Stunde (60 Minuten) Einzelunterricht zwischen 24 und rund 45 Euro. Der Unterricht in der Kleingruppe kommt auf 12 bis rund 24 Euro pro Stunde.
Nicht für jeden Schüler ist Gruppennachhilfe geeignet. Vor allem jüngere Kinder lassen sich teilweise von den Kollegen ablenken.
Andererseits kommen manche Schüler sehr gerne in die Lerngruppen. Das tue dem Unterrichtsklima gut, findet Christine Pankraz: "Kinder sollten beim Lernen in guter Stimmung sein."

Nachhilfe in Perg

Neben dem Lernstudio von Christine Pankraz ist auch die Schülerhilfe ein Nachhilfe-Institut vor Ort in Perg. Darüber hinaus gibt es verschiedene Einrichtungen, deren Nachhilfelehrer zu den Schülern nach Hause kommen, zum Beispiel das Hilfswerk.

Was tun, wenn der Sprössling zwar keine Nachprüfung schreiben muss, aber eine kleine Auffrischung brauchen könnte? Wer sein Wissen in den Hauptgegenständen in den Ferien auf den neuesten Stand bringen will, kann an der Lern- und Spaßwoche der Kinderfreunde (1. bis 6. Schulstufe) teilnehmen. Diese findet von 27. bis 31. August in Grein, Mauthausen, Ried und St. Georgen/Walde statt. Von 3. bis 7. September läuft die Lern- und Spaßwoche in Saxen, St. Georgen/Gusen und Waldhausen. Info und Anmeldung unter: 07237/2465 11 oder auf kinderfreunde.cc

Neues Schuljahr, neue Chance

Die Gründe, warum ein Schüler Nachhilfe in Anspruch nimmt, sind vielfältig: Dem einen liegt Chemie nicht besonders oder er ist mit der Stoffmenge in Mathematik überfordert. Andere kommen mit ihrer Englischlehrerin nicht zurecht. Manchen Kindern fällt es schwer, längere Zeit zuzuhören und Jugendliche haben oft sowieso den Kopf in den Wolken. Für sie alle kann Nachhilfe in den Ferien eine Chance bedeuten. In Ruhe mit einer Person zu lernen, die man nicht täglich in der Schule sieht, löst so manchen Knoten im Hirn. Auf einmal stellt sich heraus, dass das Problemfach gar nicht so schwierig ist, wie es in der Hektik des Schulalltags gewirkt hat. Das Beste kommt nach der bestandenen Nachprüfung: Selbstbewusst ins neue Schuljahr einsteigen, weil der Stoff noch ganz aktuell im Kopf sitzt.

Christine Pankraz: "Ziel ist, dass die Schüler selbstständig daheim lernen können und nicht auf Nachhilfe angewiesen sind."

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