Personeller Wechsel
Polizei im Bezirk Perg unter neuer Führung

Hauptmann Florian Engler im BezirksRundschau-Interview.
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  • Hauptmann Florian Engler im BezirksRundschau-Interview.
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Florian Engler steht als neuer oberster Polizist im Bezirk 74 Polizisten in fünf Dienststellen vor.

BEZIRK PERG. Der 37-Jährige wurde von der Landespolizeidirektion mit der Führung des Bezirkspolizeikommandos betraut. Seine offizielle Ernennung durch das Innenministerium – ein Formalakt – steht noch aus. Als oberster Polizist folgte Engler nach 18 Jahren Heinrich Hochstöger, der Ende April in den Ruhestand trat.

Haben Sie sich schon in den neuen Job eingelebt?

Ich bin noch dabei, mir einen Überblick zu verschaffen. Ich war ja im Bezirk Perg nie im Dienst, außer in der Gendarmerieschule als Praxis in Mauthausen. Jeder Bezirk hat seine Eigenheiten – bei den regionalen Gegebenheiten und dem Personal.

Sie waren zuletzt unter anderem Polizei-Einsatzleiter bei Bundesliga-Spielen des LASK. Geht es da in Perg vergleichsweise entspannt zu?

(lacht) Langweilig wird mir sicher nicht, die Tage sind eher zu kurz.

Wo liegen die großen Herausforderungen in der Region?

Die typischen Großveranstaltungen sind die Befreiungsfeiern in Mauthausen und die Clam-Konzerte. Diese stellen einsatzmäßig und personell die größten Herausforderungen dar. Hinzu kommt die Verkehrsachse B3 und die B119, hier geht es um Verkehrssicherheit und -überwachung.

Florian Engler: "Wir wollen, dass der Bezirk aus der Sicherheitsperspektive gut dasteht, das erhöht die Lebensqualität der Menschen."

Welches Bild stellt die aktuelle Kriminalitätsstatistik dem Bezirk Perg aus?

Grundsätzlich: Es gibt kein Problemfeld, bei dem sofortiger Handlungsbedarf besteht. Das Niveau blieb 2018 mit 1.873 angezeigten Straftaten gegenüber dem Jahr davor annähernd gleich. Die Aufklärungsrate hat sich minimal auf etwas über 63 Prozent verbessert. Der Bereich Cyber-Crime, also wenn das Internet für strafbare Handlungen verwendet wird, weist eine Steigerung von 40 Prozent auf. Im Herbst kommt ein dritter geschulter IT-Ermittler, um noch besser aufgestellt zu sein.

Wie sieht es bei Drogen und Einbrüchen aus?

Suchtgift ist immer wieder Thema. Hier handelt es sich um Kontrolldelikte: Je mehr ich mache, desto mehr Anzeigen. Die Anzahl an Wohnungseinbrüchen und bei Firmen ist rückläufig bzw. stagnierend. Auch die Zahl an Gewaltdelikten ist in etwa gleich gegenüber dem Jahr davor.

Die angespannte Personalsituation bei der Polizei in Österreich ist bekannt. Wie gehen Sie damit um?

Wir sind im Grunde ganz gut in der Lage, die Arbeit zu bewältigen. Mit mehr Mitarbeitern könnte man bestimmte Kriminalitätsformen wie Cyber-Crime und Suchtgift noch intensiver bearbeiten. Die Situation entspannt sich durch neue Kollegen. Trotz Pensionen wird heuer über dem Strich ein Personal-Plus bleiben.

Was macht einen guten Polizisten aus?

Ganz wichtig ist für mich: Fingerspitzengefühl und kommunikativ sein, mit den Leuten reden können. Alleine dadurch kann viel abgefedert werden. Ein guter Polizist muss auch durchsetzungsstark sein. Wir haben per Gesetz hohe Kompetenzen, die müssen wir mit Augenmaß und dem, was rechtlich erforderlich ist, einsetzen. Ganz entscheidend ist hohe Einsatzbereitschaft, hohe physische und psychische Belastbarkeit.

Zur Person

Florian Engler stammt aus Saxen, lebt heute in Arbing. Nach BORG Perg und Bundesheer trat er 2004 in die damalige Gendarmerieschule ein. Sein erster Dienstort: Die Polizei Traun, wo er rasch in die Kriminaldienstgruppe wechselte. Ausbildungen zum dienstführenden Beamten und das berufsbegleitende FH-Studium Polizeiliche Führung folgten. Nach dem Studienabschluss 2014 fungierte er im Bezirkspolizeikommando Linz-Land in Traun als Einsatzreferent für Groß-Veranstaltungen.

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