Was wird aus Denkmal?
Nicht nur die Schrift verblasst

Johann Mitterlehner pflegt das Denkmal schon zwei Jahrzehnte.
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Arbeitskreis soll Friedens-, Denk- und Mahnmal gestalten

 PABNEUKIRCHEN. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates brachte Josef Klammer mit seiner Kriegerdenkmal-Anfrage einen Stein ins Rollen. Klammer zeigte auf, dass die Schrift der Namen teilweise verblasst, die Namen nicht mehr leserlich sind. Wie sich jetzt herausstellt, sind auch andere Pabneukirchner mit der Situation nicht zufrieden.

Seit 2005 

Seit 2005 macht sich der ehemalige Kulturreferent und Vordenker Karl Leitner Gedanken: „Sollte das Kriegerdenkmal zum Friedensdenkmal avancieren, müssten Zeichen des Friedens am bisherigen Kriegerdenkmal ergänzt werden." Leitner machte bereits Vorschläge und diese sind der Gemeindespitze bekannt. Auch Johann Mitterlehner, der schon lange die Gedenkstätte ehrenamtlich schmückt und pflegt, macht sich schon lange Gedanken, dass das Kriegerdenkmal einen würdigen „Rahmen“ bekommt.
Im Rahmen einer Marktgestaltung im vergangenen Jahrhundert wurde das Kriegerdenkmal beim Kirchenaufgang auf Gehsteigniveau abgesenkt. Was nicht zu Freude aller war. Die Obfrau des Heimatvereins Christine Hochstöger spricht sich ebenfalls für ein Denkmal mit einem „würdigen Rahmen“ unter Einbeziehung der unmittelbaren Umgebung aus.

Angesprochen über diese Denkmal-Diskussion informierte Bürgermeister Johann Buchberger:
„Mit Karl Leitner hab ich vor einigen Monaten gesprochen. Er hat mir seine ergänzten Ideen und ich ihm meine anvertraut. Die Renovierung und gleichzeitig Neugestaltung als „Friedens-, Denk- und Mahnmal“ wäre mir ein großes Anliegen. Zur Renovierung der goldenen Schriften hab ich mit Steinmetzen Kontakt aufgenommen. Wenn es mehrere interessierte und engagierte Pabneukirchner zu dem Thema gibt, umso besser! Ich bin für die Einberufung eines Arbeitskreises, wo alle diese mitarbeiten können und sollen. Wie das dann finanziell gestemmt werden kann, ist dann eine andere Geschichte. Aber wenn zusammengeholfen wird und es vielen ein Anliegen ist, wird es machbar sein.“

Kommentar:

In der Nachkriegszeit, als das Geld knapp war, schafften es die Pabneukirchner, ein Mahnmal aufzustellen. Bei einigem guten Willen müsste es auch heute möglich sein, das Thema "Friedens-, Denk- und Mahnmal" in Pabneukirchen umzusetzen. Es müssten sich der Kulturausschuss und der Bauausschuss der Gemeinde, Vertreter aller Parteien, die Pfarre, der Vereine, alle die eine Idee haben zusammensetzen. 
Wenn es auch die Initiative Jung-Pabneukirchen-Zukunft in der bestehenden Form nicht mehr gibt, sollen trotzdem Visionen für Pabneukirchen nicht abgesagt sondern angesagt sein. Denken ist weiterhin erlaubt. Ein Friedensplatz Pabneukirchen ist immer eine Vision. Robert Zinterhof

GESCHICHTE Kriegerdenkmal Pabneukirchen: 
Das 1. Kriegerdenkmal im Mühlviertel nach dem 2. Weltkrieg in Pabneukirchen

1950 wurde in Pabneukirchen das Kriegerdenkmal-Komitee gegründet mit
KOV-Obmann Karl Tremetsberger
Pfarrer Rupert Raab
Bürgermeister Josef Pilz,
Johann Naderer (Edhofer), Erwin Lingg, Leopold Pieman, Robert Zinterhof.

Kosten: 18.000 Schilling (ca. 36 Gehälter).
Aufgebracht durch:
11.800 Schilling Spenden, gesammelt nach Ortschaften,
4.000 Kredit Raika Pabneukirchen, 2.200 Gemeinde.
Das Denkmal wurde 1951 angekauft, durfte aber nicht aufgestellt werden. Die russische Besatzung erlaubte die Errichtung nicht. Das Denkmal wurde von Schwertberg von der Firma Ruf nach Pabneukirchen gebracht. Das Denkmal wurde im Pfarrhof bis 1955 unter Heu und Stroh versteckt. 1955 aufgestellt. Die Aufmauerung übernahmen in erster Linie Herr Payreder, Forstlehner, und Herr Kubicek, Markt.

Autor:

Robert Zinterhof aus Perg

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